Tausende demonstrieren in Wien gegen Abschiebepolitik

Kurz nach 20 Uhr stoppte die Demo an der Ecke Favoritenstraße/Rainergasse für eine Zwischenkundgebung.
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  • Kurz nach 20 Uhr stoppte die Demo an der Ecke Favoritenstraße/Rainergasse für eine Zwischenkundgebung.
  • hochgeladen von Andreas Edler

WIEN. Während im Palais Schönburg (Wieden) Bundeskanzler Sebastian Kurz zum Sommerfest lud, zogen kaum 200 Meter entfernt tausende Demonstranten durch die Favoritenstraße. Die "Plattform für menschliche Asylpolitik" organisierte am Tag des Kanzlerfests einen Prostestmarsch gegen die "FPÖ-ÖVP-Abschiebepolitik". Wesentliche Kritik der Asyl-Plattform: Der Kanzler feiere sein Fest justament am Weltflüchtlingstag. Sprechchöre wie "Was bedeutet Schwarz und Blau? Rassismus und Sozialabbau" waren auf der Wieden weithin zu hören. 

Während die Plattform von rund 5.000 Teilnehmern spricht, ist auf dem Twitter-Account der Wiener Polizei von rund 1.200 Demonstranten die Rede. Die genaue Zahl wird wie so oft dazwischen liegen – vorab erwartet wurden an diesem lauen Wiener Sommerabend allerdings mindestens 10.000 Menschen. Am in Aktivistenkreisen als oft zuverlässig eingestuften Twitter-Account @nochrichten spricht man von "zirka 2.500 Teilnehmern".  Die Zahl der Bewacher ist hingegen dokumentiert: Rund 500 Polizisten waren wegen der Demonstration im Einsatz – ein Polizeihubschrauber kreiste über dem 4. Bezirk. 

Standkundgebung in der Rainergasse

Die Demo versammelte sich gegen 18 Uhr beim Hauptbahnhof. Zeitgleich war eine Standkundgebung an der Ecke Rainergasse/Graf-von-Starhemberg-Gasse angemeldet. Dort, in Rufweite zum Eingang des Palais Schönburg, demonstrierten um 18.30 Uhr rund 30 Menschen. Für mehr Leute sei die Kundgebung auch nicht angemeldet, so ein Polizist vor Ort. 


Abmarsch der Demo vom Hauptbahnhof. 

Demo marschierte ab 20 Uhr auf Favoritenstraße

Ab 20 Uhr marschierte der Demozug über Südtiroler Platz und Favoritenstraße Richtung Karlsplatz. Kurz davor wurde anstatt einer Schweigeminute eine Schreiminute abgehalten.  An der Ecke zur Rainergasse wurde eine Zwischenkundgebung abgehalten. Unter anderem hielt Lucia Steinwender eine Rede. Steinwender sorgte vor wenigen Wochen für Aufsehen, als sie sich am Klimagipfel "R20 Austrian World Summit" einfach an die Seite von Kanzler Kurz stellte und dessen Redeplatz okkupierte. 

Die Abschlusskundegbung fand schließlich – zwei Stunden später als geplant – im Resselpark vor der Karlskirche statt. Die Demonstration verlief ruhig – zumindest in polizeilicher Hinsicht. "Es kam zu keinen polizeilich relevanten Vorfällen", heißt es aus der Pressestelle der LPD Wien.  


Lucia Steinwender spricht in Rufweite zum Kanzlerfest. 

Ungetrübte Stimmung am Kanzlerfest

Währenddessen war die Stimmung am Sommerfest des Bundeskanzlers ungetrübt. Hunderte geladene Gäste versammelten sich ab 20 Uhr im Garten des Palais Schönburg. Hier geht's zur Bildergalerie vom Kanzlerfest


Um 20 Uhr im Garten des Palais Schönburg. Foto: Markus Spitzauer

Die Demonstration am 20. Juni in Bildern:

Autor:

Andreas Edler aus Wieden

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