Thomas Szekers
Ärztekammer-Präsident: Wir brauchen Schutzausrüstung!

Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres

Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres hat am Samstag Abend erneut an die Ärzteschaft wegen des Mangels an Schutzausrüstung für Gesundheitsberufe infolge der Coronavirus-Krise einen Hilferuf verfasst.

ÖSTERREICH. „Die Ärztekammer versucht seit 8 Tagen Schutzausrüstung für Gesundheitsberufe zu bekommen. Es klappt schlicht nicht, obwohl sogar der Bundeskanzler seine Hilfe zugesagt hat“, schrieb Szekeres am Samstag auf seiner Facebook-Seite.Der Regierung fehle die Handhabe.

"Es läuft die Zeit davon!"

Österreich habe „jetzt zu wenig Masken etc., und wenn die Krankheit ihren Peak hat, reicht es gar nicht mehr aus“, so Szekeres in seinem Posting. „Teilweise werden sogar normale OP-Masken knapp. Dies betrifft den niedergelassenen Bereich und die Spitäler“, so der Präsident auf seiner persönlichen Seite.„Es läuft die Zeit davon, da die USA in großem Stil auf dem Weltmarkt einkaufen, und Schutzausrüstung wird demnächst weltweit nicht mehr erhältlich sein. Wir benötigen z. B. Millionen an Masken, da eine nur wenige Stunden Wirkung hat.“

Es gehe nicht nur um den Selbstschutz, sondern auch darum, dass man viele Patienten in kurzer Zeit ansteckt und damit die ganze Quarantäne konterkariert. Aus China wisse man, dass ungeschütztes Gesundheitspersonal wesentlich zur Ausbreitung der Krankheit beigetragen habe.

Österreich erwartet Lieferung aus China

Österreich erwartet indes eine Lieferung von Schutzausrüstung aus China. 130 Tonnen Schutzausrüstung – hauptsächlich Masken und Schutzkleidung – werden von zwei Boeing 777 der AUA nach Österreich geholt, hieß es von Ö3.Das Material sei vor allem für Tirol und Südtirol bestimmt, wo die Ressourcen besonders knapp sind. Der erste Flug werde am Montag landen „und wird vom Bundesheer an die italienische Grenze geleitet“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) gegenüber Ö3.

Der Hilferuf im Wortlaut

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Die Ärztekammer versucht seit 8Tagen Schutzausrüstung für Gesundheitsberufe zu bekommen. Es klappt schlicht nicht. Wir haben jetzt zu wenig Masken etc. und wenn die Krankheit ihren Peak hat, reicht es gar nicht mehr aus. Teilweise werden sogar normale OP Masken knapp. Dies betrifft den niedergelassenen Bereich und die Spitäler.

Wenn sie auch zu wenig Schutzausrüstung haben, posten sie bitte auf Facebook, dass sie ohne entsprechenden Schutz hochinfektiöse Patienten behandeln müssen. Es geht nicht nur um den Selbstschutz, sondern auch darum, dass man viele Patienten in kurzer Zeit ansteckt und damit die ganze Quarantäne konterkariert. Aus China weiß man, dass  ungeschütztes Gesundheitspersonal wesentlich zur Ausbreitung der Krankheit beigetragen hat.

Sollten sie Journalisten oder Politiker in ihrem Bekanntenkreis haben, sensibilisieren diese unbedingt sobald als möglich. Es läuft die Zeit davon, da die USA in großem Stil auf dem Weltmarkt einkaufen und Schutzausrüstung wird demnächst weltweit nicht mehr erhältlich sein. Wir benötigen zB Millionen an Masken da eine nur wenige Stunden Wirkung hat.

Ich bedanke mich bei Allen, vom Bundeskanzler abwärts, dem Gesundheitsminister, den Ländern, die sich einsetzen und bemühen das Material zu bekommen. Wichtig ist dass sämtliche Gesundheitsberufe, im niedergelassenen und im Spitalsbereich österreichweit berücksichtigt werden.

Univ. Prof. Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Wiener und Österreichischen Ärztekammer

Weiter Wirbel um fehlende Grippemasken
Autor:

Maria Jelenko-Benedikt aus Wieden

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