Interview
Bezirkschefin Lea Halbwidl über ihre Arbeit in Zeiten von Corona

Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl (SPÖ) kümmert sich im Homeoffice um die Belange der Wiedner.
  • Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl (SPÖ) kümmert sich im Homeoffice um die Belange der Wiedner.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Barbara Schuster

Im Telefoninterview mit der bz spricht Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl (SPÖ) über ihren Alltag in der Coronakrise und ihre Botschaft an die Wiedner.

Befinden auch Sie sich im Homeoffice?
LEA HALBWIDL: Ja, wir haben die Arbeit in der Bezirksvorstehung, soweit es geht, auf Homeoffice umgestellt. Es gibt aber natürlich immer wieder Dinge, die ich mir vor Ort ansehen muss.

Hat die Bezirksvorstehung geöffnet?
Wir sind telefonisch unter 01/4000 04114 und per E-Mail an post@bv04.wien.gv.at ganz normal erreichbar. Für Bewohner, die im Rahmen der Aktion "Wieden hilft" Unterstützung beim Einkaufen brauchen, sind wir auch am Samstag telefonisch erreichbar. Nur der physische Kontakt im Büro ist derzeit nicht möglich.

Wie sieht Ihr Alltag in der Coronakrise aus?
Ganz viele Verwaltungsabläufe gehen wie gewohnt weiter, statt in persönlichen Gesprächen eben per Telefon oder E-Mail. An erster Stelle steht aber natürlich, dass alle Bewohner gut versorgt sind. Wir haben daher alle älteren Wiedner, von denen wir Kontaktdaten hatten, angerufen und gefragt, ob sie Unterstützung brauchen. Ich bin sehr beeindruckt davon, wie solidarisch sich ganz viele in dieser Situation zeigen.

Was ist derzeit die größte Herausforderung für Sie?
Wie für alle berufstätigen Eltern ist auch für mich die Betreuung unserer beiden Kinder neben der Arbeit von daheim eine Riesen-Herausforderung. Mein Mann und ich können es uns irgendwie einrichten, aber gerade für Alleinerziehende ist die derzeitige Situation oft extrem belastend. Daher brauchen wir endlich eine vernünftige bundesgesetzliche Regelung für einen Rechtsanspruch auf bezahlte Freistellung betreuungspflichtiger Eltern.

Was beschäftigt die Wiedner vordergründig?
Alles rund um das Coronavirus. Das beginnt mit dem Jobverlust und sozialen Nöten. Als Vorsitzende der Volkshilfe Wieden versuche ich, hier zu unterstützen, so gut es geht. Ein großes Thema ist aber auch die Frage, ob und wie oft man die Wohnung verlassen darf. Generell gilt: Es ist extrem wichtig, so wenig wie möglich nach draußen zu gehen, gerade für die Risikogruppen.

Wie sieht es mit aktuellen Projekten im Bezirk aus?
Für viele Projekte verzögert sich derzeit die Umsetzung, weil die städtischen Bauarbeiten eingestellt wurden. Das ist einerseits bitter, halte ich andererseits aber für überfällig. Gesundheit muss auch für Bauarbeiter Vorrang haben. Dafür arbeiten wir mit Hochdruck an neuen Projekten.

Was möchten Sie allen Wiednern sagen?
Auch wenn die Situation sehr belastend ist: Nehmen Sie die Einschränkungen bitte ernst. Achten Sie auf sich und Ihre Mitmenschen. Wir schaffen das, aber nur, wenn wir zusammenhalten.

Interview: Barbara Schuster

Autor:

Barbara Schuster aus Wieden

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