Regierung beschließt Maßnahmen
Corona-Virus: Flüge nach Norditalien werden gestrichen

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (links), Innenminister Karl Nehammer (ÖVP)
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  • Gesundheitsminister Rudolf Anschober (links), Innenminister Karl Nehammer (ÖVP)
  • Foto: RMA/Spitzauer
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Bundeskanzler Sebastian Kurz, Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) traten am Freitag Abend vor die Presse, um über aktuelle Entwicklungen bezüglich des Corona-Virus zu informieren.

ÖSTERREICH. Bei 4.000 bisher durchgeführten Tests in Österreich sind laut aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums 61 Menschen positiv getestet worden, einige davon sind wieder gesund. Informations-Hotline: 0800 555 621. Bei Verdacht ist die Hotline 1450 rund um die Uhr aktiv.

Bei einer um 20.00 Uhr im Medienzentrum des Innenministeriums angesetzten Pressekonferenz gaben Kurz, Anschober und Nehammer bekannt, dass sich die österreichische Regierung auf mehrere Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus geeinigt habe.

Kurz ergriff als erster das Wort: "Wir haben in der Regierung entschieden, dass es ab nächster Woche einige Maßnahmen gibt, die eine Ausweitung in Österreich verzögern sollen."
- Direktflüge aus Österreich in den Iran, Südkorea und nach Norditalien, konkret nach Mailand und Bologna, werden eingestellt. 
- Es werden punktuelle Gesundheitschecks bei Grenzübergängen nach Italien eingeführt.
- Es werden Maßnahmen für Drittstaatsangehörige eingeführt, die auf zwei Wochen befristet werden. Danach werde entschieden, wie es weiter geht. Konkret handle es sich dabei um die besonders betroffenen Risikoländer: Teile Chinas, Südkorea und Iran. Für diese Länder brauchen Einreisende eine Bestätigung vonseiten eines Arztes, dass keine Corona-Infektion vorliegt. Kurz bedankte sich auch bei den beiden Ministern und allen Einsatzkräften für ihren Einsatz. 

Bewusst keine allgemeine Grenzschließung

Anschober, der gerade aus Brüssel zurückgekommen ist und sich mit seinen europäischen Kollegen zum Thema Corona-Virus ausgetauscht hatte, zeichnete die internationale Situation als "problematisch". Auch die Situation in der Lombardei sei bedenklich. Österreich werde sich solidarisch mit der EU für Hilfe in Italien beteiligen. Welche Maßnahmen das genau sein werden, ist noch nicht fix. Man erwarte eine Auflistung des Nachbarlandes. Global liege man auf 101.000 belegte Fälle weltweit, in Österreich liege man bei 61 bestätigten Fällen.

Bei der Eingrenzung sei man in Österreich auf einem guten Weg. Die Kette funktioniere hier sehr gut, ebenso das Krisenmanagement. Aber: Man habe sich nun auf zusätzliche Maßnahmen geeinigt. Dabei habe man sich bewusst gegen eine allgemeine Grenz-Schließung entschieden.

Laut Nehammer habe der Einsatzstab bisher "besonnen" gehandelt: Grundlage für alle Aktivitäten sei der Expertenrat. Die Polizei sichere die Maßnahmen, man arbeite eng mit der Polizei zusammen. Das Ziel sei immer, das Virus einzudämmen.

Zusammenfassung der Ereignisse vom Freitag

- Die FIS hat das Ski-Finale in Cortina di Ampezzo abgesagt, der Gesamtweltcup wird am Wochenende in Aare zu Ende gehen.
- Die AUA schickt ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit.
- 31 Pilger aus dem Mittelburgenland mussten Israel verlassen. Israel hatte ein Einreiseverbot für Österreich verhängt.
- Eine Wiener Familie, die sich in Frankreich mit dem Virus infiziert hatte, wurde vom Wiener Lycée in Heimquarantäne geschickt. Die Schule wurde für zwei Wochen geschlossen.
- Eine Krankenhaus-Mitarbeiterin in Niederösterreich hat sich infiziert. 
-  Um Arbeitsplätze zu sichern, wird es die Möglichkeit der Kurzarbeit für alle betroffenen größeren Unternehmen geben. Das sagte Bundeskanzler Kurz gegenüber Ö1. 
- Sondertreffen der EU-Gesundheitsminister in Brüssel, auch Österreichs Gesundheitsminister Rudi Anschober war dabei. Es ging auch um die Unterstützung des schwer betroffenen Nachbarlands Italien.
- Wegen des massiven Ausfalls durch Stornierungen im Tourismus übernimmt die österreichische Bundesregierung die Haftung für Kredite an heimische Hotels. 
- Eine 22-Jährige im Bezirk Kitzbühel ist nach einem Besuch in Verona an erkrankt.
- In Wien wurde wegen zwei Verdachtsfällen am Freitag eine Volksschule gesperrt.
- Oberösterreich hat seinen ersten Coronavirus-Fall: Es handelt sich dabei um einen Patienten im Bezirk Urfahr-Umgebung.

AUA schickt bis zu 7.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (links), Innenminister Karl Nehammer (ÖVP)
Bundeskanzler Sebastian Kurz ergriff das Wort, gab dann an Gesundheitsminister Rudi Anschober (rechts) weiter. Innenminister Karl Nehammer betonte die gute Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften und der Polizei.

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