Herkunftsbezeichnung
Fleischer: Mein Name auf der Speisekarte, am Teller war Billigfleisch

In Lokalen soll künftig die Herkunft und Art der Produkte ausgeschildert sein. Das plant Gesundheits- und Tierschutzminister Rudolf Anschober. So wird Scharlatanen auch ein Riegel vorgeschoben, die Konsumenten wissen, was sie serviert bekommen, und es trägt auch zum Tierwohl bei.
  • In Lokalen soll künftig die Herkunft und Art der Produkte ausgeschildert sein. Das plant Gesundheits- und Tierschutzminister Rudolf Anschober. So wird Scharlatanen auch ein Riegel vorgeschoben, die Konsumenten wissen, was sie serviert bekommen, und es trägt auch zum Tierwohl bei.
  • Foto: pixabay
  • hochgeladen von Maria Jelenko-Benedikt

Der auch für Tierschutz zuständige Minister Rudolf Anschober (Grüne) will auch in Lokalen die Kennzeichnung nach Regionalität und Tierwohl einführen. Ein Fleischer erklärt gegenüber den Regionalmedien, warum dies so wichtig ist.

ÖSTERREICH. Geht es nach Minister Anschober, soll künftig nicht nur die Kennzeichnung von Fleisch auf den heimischen Speisekarten transparenter, sondern generell mehr regionale Produkte in Lokalen angeboten werden. Derzeit können Wirte Fleisch aus anderen Ländern als österreichisches verkaufen - kontrolliert wird nicht.

Fleischer Klaus Bergmann aus Großweikersdorf in Niederösterreich gegenüber den Regionalmedien: "Ich habe erlebt, dass auf Speisekarten mein Name angeführt wird, dabei landete Billigfleisch aus Argentinien am Teller." Das könnte mit der verpflichtenden Herkunftsbezeichnung ein Ende haben, wenn Behörden dann diese kontrollieren.

Zertifizierungen immer teurer

Der Fleischer begrüßt zwar die in Österreich insgesamt strengen Kontrollen bei Bio-Fleisch, für kleine Betriebe seien die Überprüfungskosten jedoch kaum mehr leistbar. "Ich kenne einen Landwirten, der sich aufgrund der teuren Überprüfungskosten das Bio-Siegel aberkennen ließ, obwohl er immer noch biologisch produziert. Das ist Wahnsinn!"

Andererseits glaubt Bergmann den "großen" Schlachthöfen nicht immer, wenn sie auf Verpackungen österreichisches Fleisch anschreiben: "Jeder Supermarkt sagt, wir haben österreichisches Fleisch. Soviel produzieren wir ja gar nicht!" Teils werde tschechisches Fleisch verkauft, glaubt Bergmann.

Insgesamt müsse man die kleinen Betriebe, die "ja in Wirklichkeit die Nahversorger darstellen", schützen. Im Nahrungsmittelbereich würden diese die Vielfalt garantieren. Und: Produkte mit Regionenbezeichnung müssten auch hundertprozentig die Wertschöpfung in der betroffenen Region haben, sonst wäre das "Betrug".

Tierschutzgipfel

Beim ersten Tierschutzgipfel bekannte sich Minister Rudolf Anschober auch zu einer Verbesserung bei Tiertransporten: „Wir brauchen Alternativen zu Lebendtiertransporten über weite Distanzen und zum überregionalen Transport junger Kälber." Österreich exportiere innerhalb der EU über 50.000 Kälber, gleichzeitig wird das Fleisch von über 100.000 Kälbern importiert. Anschobers Ziel für Transporte: So wenig, so kurz, so gut wie möglich."

Anschober: Absurd, dass Österreich Kälber exportiert

Newsletter Anmeldung!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen