Touristen auf Almen
Köstinger verurteilt "TikTok-Challenge" mit Kühen

"Almen sind kein Streichelzoo": Ministerin Köstinger appelliert an die Vernunft der Gäste.
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  • Foto: pixabay
  • hochgeladen von Maria Jelenko-Benedikt

Nach Fällen von unachtsamem Umgang mit Almtieren hat Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) Gäste zu mehr Eigenverantwortung aufgerufen. Besonders die jüngste „TikTok-Challenge“, in der Touristen bewusst Kühe erschrecken und Eltern ihre Kinder auf Kühe setzen, bezeichnete die Ministerin als „absurd und vollkommen unverantwortlich“.

ÖSTERREICH. Das so genannte „Kuh-Urteil“ in Tirol hatte zu großer Verunsicherung bei Österreichs Almbauern, aber auch bei Besuchern von Almen geführt. „Dieses Urteil war für uns nicht nachvollziehbar“, erinnert Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger. „Wir haben daher schon im Vorjahr die Gesetzeslage geändert und die Eigenverantwortung der Gäste auf Almen gesetzlich festgeschrieben“, so Köstinger.

"Kulikitaka"!

Auf TikTok werden aktuell zahlreiche Videos hochgeladen, die Nutzer beim Erschrecken von Kühen zeigen. Bei der Challenge bauen sich die TikTok-Nutzer vor den Kühen auf, senken den Kopf, schreien "Kulikitaka", wedeln mit den Armen und rennen dann auf sie los. 

Im März 2019 hat die Bundesregierung auf Initiative Köstingers, der Landwirtschaftskammern und des Alpenvereins folgenden Aktionsplan umgesetzt. Unter anderen wurde das Gesetz so geändert, dass mehr Eigenverantwortung bei den Gästen liegt und Verhaltensregeln für Besucher erarbeitet.

Mehr Informationen dazu: Verhaltensregeln auf der Alm

"Das ist kein Streichelzoo"

Für die Almbäuerinnen und –bauern hat die Landwirtschaftskammer Leitlinien (z.B. für das Einzäunen, zum Aufstellen von Sicherheitstafeln, etc.) für Bauern erstellt.
„Mit diesen Maßnahmen haben wir schon 2019 Rechtssicherheit für die Bäuerinnen und Bauern geschaffen und gleichzeitig auch die Eigenverantwortung der Gäste festgeschrieben“, so Köstinger. „Jeder, der eine Alm besucht oder durchwandert, muss wissen: Das ist kein Streichelzoo und auch kein Abenteuerspielplatz. Es gibt klare und sehr einfache Verhaltensregeln, die sicherstellen, dass Mensch und Tier nicht gefährdet werden und die Almen weiterhin für Gäste geöffnet bleiben können. Auf der Seite www.sichere-almen.at sind die 10 Alm-Regeln zusammengefasst und auch in kurzen Videos anschaulich erklärt.

„Ich appelliere an Vernunft und Hausverstand der Gäste. Die Almen sind Lebensraum der Tiere und Arbeitsplatz der Almbäuerinnen und –bauern. Ein gutes Miteinander ist nur möglich, wenn sich alle an die Regeln halten“, so Köstinger.

Derzeit gibt es in Österreich rund 8.000 bewirtschaftete Almen, 25.000 landwirtschaftliche Betriebe treiben Vieh auf. 300.000 Rinder verbringen den Sommer auf den Almen, dazu kommen noch 100.000 Schafe, 10.000 Pferde und 11.000 Ziegen.

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