Nach Aus für "Berittene Polizei"
Platz für Polizeipferde gesucht

Die Einstellung der berittenen Polizei stelle "den sorgsamen Umgang mit Steuermitteln im Bereich des Innenministeriums sicher", sagte Innenminister Peschorn am Mittwoch.
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  • Die Einstellung der berittenen Polizei stelle "den sorgsamen Umgang mit Steuermitteln im Bereich des Innenministeriums sicher", sagte Innenminister Peschorn am Mittwoch.
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Am Donnerstag boten NGOs an, die ausgedienten Polizeipferde aufnehmen zu wollen. Die NEOS wollen eine Aufstellung der Gesamtkosten des gescheiterten Projekts. 

ÖSTERREICH. Nachdem Innenminister Wolfgang Peschorn am Mittwoch bekanntgab, dass Projekt "Berittene Polizei" einzustellen, stellt sich die Frage: Wohin mit den Pferden? Zuletzt waren die zwölf Pferde bei der Cobra in Wiener Neustadt stationiert. Die zwei Pferde Zalan und Zadar waren Geschenke des ungarischen Premiers Viktor Orban. Gerald Hesztera, Sprecher des Innenministeriums (BMI) teilte am Donnerstag mit, dass die beiden Pferde wieder zurück nach Ungarn kommen. Für die übrigen Pferde gibt es bereits Interessenten. Der Salzburger Tiergnadenhof Gut Aiderbichl bot am Donnerstag an, die Tiere jederzeit aufzunehmen. 

Umfrage

 

Geschäftsführer Dieter Ehrengruber sagte per Aussendung: „Wenn ein Bedarf an optimalen Betreuungsplätzen für die Pferde besteht, helfen wir gerne und können die Tiere jederzeit aufnehmen.“ Seit über zehn Jahren nehme man die Polizeipferde der Reiterstaffel München auf. „Erst im Oktober 2019 ist Fidelio, ein 13 Jahre altes Polizeipferd der Reiterstaffel München, auf Gut Aiderbichl in Rente gegangen und genießt jetzt dort seinen Lebensabend“, so Ehrengruber.

Auch die oberösterreichische Tierschutzorganisation Pfotenhilfe erklärte am Donnerstag, die Tiere aufnehmen zu wollen. Die Pferde könnten am Hof der Organisation in Lochen (Bezirk Braunau) unterkommen. „Das Leiden dieser Tiere muss jetzt ein Ende haben. Das darf aber sicher nicht bedeuten, dass sie bei Fiakern oder sonst wo in dunklen Stallboxen dahinvegetieren“, so Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler. Die Pfotenhilfe biete "rund um die Uhr die freie Wahl zwischen Ställen und großzügigen Koppeln und Weiden". 

Neos stellen parlamentarische Anfrage 

Nach dem Aus für das Projekt "Berittene Polizei" haben die Neos eine parlamentarische Anfrage an das Innenministerium gerichtet. Konkret wolle die Neos-Abgeordnete Stephanie Krisper wissen, auf welche Höhe sich die Gesamtkosten belaufen.

Die NEOS wolle wissen, welche Kosten bis zur gänzlichen Einstellung des Projektes noch anfallen.
  • Die NEOS wolle wissen, welche Kosten bis zur gänzlichen Einstellung des Projektes noch anfallen.
  • Foto: BMI/Gerd Pachauer
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„Welche Kosten werden bis zur gänzlichen Einstellung des Projektes noch anfallen? Was geschieht mit den Pferden?“, heißt es in der Anfrage. Krisper will eine Auskunft über die Personal-, Betriebs- und Anschaffungskosten für Pferde, Equipage und Ausrüstung etc.. Der "Kurier" hatte im Sommer von rund 2,5 Millionen Euro an Aufwendungen berichtet.

Die Einstellung der berittenen Polizei stelle "den sorgsamen Umgang mit Steuermitteln im Bereich des Innenministeriums sicher", sagte Innenminister Peschorn am Mittwoch.
Die NEOS wolle wissen, welche Kosten bis zur gänzlichen Einstellung des Projektes noch anfallen.
Autor:

Julia Schmidbaur aus Wieden

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