"Bald Schnäpse verboten"
Strache wettert bei Raucher-Demo gegen "Verbotsgesellschaft"

Hunderte kamen und unterschrieben gegen das Gesetz.
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  • Hunderte kamen und unterschrieben gegen das Gesetz.
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Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache stieß am Samstag Nachmittag unerwartet auf die Teilnehmer der  Raucher-Demonstration vor dem Bundeskanzleramt in Wien.

Es waren durchwegs Gegner des Rauchverbots in der Gastronomie, die sich am Samstag am Ballhausplatz versammelt haben. Strache, dessen Auftritt nicht vorgesehen war, kletterte aufs Podest und erklärte, dass dem Volk ihre „Freiheitsrechte, geraubt wurden“. Der frühere Vizekanzler empörte sich über die „Verbotsgesellschaft“ und plädierte für „freie Wahlmöglichkeit“.

"Ich bin heute als HC Strache hier"

"Als Rauchervereinigung.at sprechen wir uns dafür aus, dass allen Parteien Rechnung getragen wird: den Rauchern, Nichtrauchern, Sympathisanten der Nichtraucher und Wirte, erklärt ein Vertreter der Veranstalter im Gespräch mit meinbezirk.at.

"Ich bin heute als HC Strache hier, Bürger zu unterstützen, wenn es darum geht, dass es keine Einschränkung der persönlichen Freiheitsrechte geben sollte", so Ex-Vizekanzler HC Strache gegenüber meinbezirk.at.

"Was jetzt passiert, ist eine Frechheit, ein Eingriff in die persönlichen Rechte und Freiheiten", ärgert sich ein Demonstrant. "Es kann mir niemand erzählen, dass es jemanden stört, wenn es eine Zigarrenlounge gibt".

"Als nächstes verbieten sie die Schnitzel?"

"Was ist das nächste? Als nächstes verbieten sie die Schnitzel?", ärgert sich eine weitere Teilnehmerin, von meinbezirk.at nach ihrer Motivation zur Teilnahme an der Demo gefragt. "Wir haben jetzt knappe zwei Wochen das Rauchverbot. Ich weiß nicht, wo die Leute hingehen, wahrscheinlich nach Hause", mutmaßt ein Wirt, der den Rückgang der Gäste spürt.

"Als nächtes werden Schnäpse verboten, weil die sind auch ungesund, dann der Schweinsbraten, weil dann sterben wir vielleicht früher", so Strache süffisant. "Wo hört diese Reglementierung einer Verbotsgesellschaft auf?" stellte er als rhetorische Frage in den Raum. "Wir selbst als freie, mündige Bürger entscheiden selber, was uns gut tut, und was nicht. Wir wissen, dass Rauchen nicht gesund ist, aber es ist die Entscheidung jedes Einzelnen, solange er nicht Andere zwingt, mitmachen zu müssen", so Strache weiter.

Die Aufhebung des Rauchverbots war eine Koalitionsbedingung der FPÖ bei den Regierungsverhandlungen mit der ÖVP gewesen.

Wiener Wirte klagen: Umsatzrückgang durch Rauchverbot
Mehr Informationen zum Rauchverbot in der Gastronomie finden Sie hier.

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Insgesamt wird das Rauchverbot, das mit 1. November in Kraft getreten ist, laut Kontrollorganen sehr gut eingehalten. Doch obwohl nur eine überschaubare Anzahl an Strafmandaten für das Nichteinhalten des Verbotes ausgestellt wurden - abgefunden haben sich die Wirte sowie die Raucher damit noch nicht. Darum hatte die Facebook-Gruppe "Room to Smoke" mit über 11.000 Mitgliedern zur Großdemo in Wien aufgerufen, die sich nicht nur an Wirte und Raucher, sondern auch an deren Zulieferer, Trafiken und viele mehr gerichtet hat. Auch Gleichgesinnte aus den Bundesländern waren angereist gekommen.

Autor:

Maria Jelenko-Benedikt aus Wieden

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