Umbau kostet 715.000 Euro
Untere Favoritenstraße wird umgestaltet - Pläne sind fix

Die untere Favoritenstraße soll umgebaut werden. Die Kosten von rund 715.00 Euro trägt die Stadt.
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  • Die untere Favoritenstraße soll umgebaut werden. Die Kosten von rund 715.00 Euro trägt die Stadt.
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Die untere Favoritenstraße soll umgebaut werden. Konkrete Pläne seitens der SPÖ gibt es bereits. Die ÖVP fordert eine bindende Bürgerbefragung. Was die Anrainer zur Verkehrssituation sagen – die bz hat sich umgehört.

WIEN/WIEDEN. Die Favoritenstraße ist eine der wichtigsten Verkehrsadern vom 10. Bezirk kommend Richtung Innenstadt. Vom Hauptbahnhof/Südtiroler Platz führt sie Richtung Ringstraße und Schwarzenbergplatz. Das hohe Verkehrsaufkommen führt regelmäßig zu Stau, besonders in den Stoßzeiten. 

Nun planen Bezirk und Stadt bauliche Veränderungen. Am Donnerstag soll ein entsprechender Antrag nach einer Sachkreditgenehmigung für den Umbau im Gemeineratsausschuss für Innovation, Stadtplanung und Mobilität behandelt werden. Das heißt, dass die Finanzierung für den Umbau im Gemeinderat beschlossen werden muss.

Mehr Verkehrssicherheit

Demnach soll die Favoritenstraße ab der Paulanergasse/Erzherzog-Johann-Platz bis zur Wiedner Hauptstraße im Bereich Irene-Harand-Platz umgebaut werden. "Einen entsprechenden Antrag gab es bereits 2016 im Bezirksparlament", sagt Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl (SPÖ).

Das Grätzel soll dadurch einerseits attraktiviert werden. Andererseits sollen die Maßnahmen die Verkehrssicherheit sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer erhöhen, erklärt Halbwidl.

Neuer Radweg und mehr Grün

Bereits bestehende Ladezonen sowie die Müllsammelstellen der MA 48 sollen verlegt werden. Bestehende Schanigärten sollen an den Umbau angepasst werden, heißt es in dem Antrag. Der bestehende Radweg soll ein Stück versetzt und vom Gehsteig getrennten als Zweirichtungsradweg geführt werden. Oberhalb der Neumanngasse wandert der Radweg so in die Parkspur.

"So kommt es zu einer Entflechtung von Rad- und Fußweg. Die Engstelle beim 'Anker' wird dadurch sicherer", heißt es von der Bezirkschefin. Dadurch kann auch der Gehsteig verbreitert sowie die Grünfläche am Irene-Harand-Platz vergrößert werden. "Zusätzlich werden zwei neue Bäume gepflanzt", sagt Halbwidl.

Stadträtin Ulli Sima  (links) und Wiedens Bezirkschefin Lea Halbwidl wollen die Untere Favoritenstraße für Fußgänger und Radfahrer sicherer machen.
  • Stadträtin Ulli Sima (links) und Wiedens Bezirkschefin Lea Halbwidl wollen die Untere Favoritenstraße für Fußgänger und Radfahrer sicherer machen.
  • Foto: Christian Fürthner
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Die Querungsmöglichkeit für Fußgänger soll ebenfalls durch bauliche Maßnahmen verbessert werden. Konkret sind zwei neue Schutzwege geplant, die über den Radweg gezogen werden. Einmal im Bereich der Einmündung bei der Wiedner Hauptstraße. "Der zweite neue Schutzweg wird beim Erzherzog-Johann-Platz gezogen und zusätzlich baulich erhöht", so Halbwidl.

715.000 Euro für neue Favoritenstraße

Genehmigt wurde das Umbauprojekt bereits im vergangenen Juni von der Verkehrskommission der Stadt Wien. Nun geht es noch um Bereitstellung der finanziellen Mittel. Denn die Kosten trägt die Stadt. Insgesamt 715.000 Euro soll das Projekt kosten. Veranschlagt sind 680.000 Euro für die Straßenbauarbeiten sowie 35.000 Euro für die Begrünung.

ÖVP ortet versteckte Begegnungszone

Ob es sich bei den Plänen um eine Begegnungszone handelt? Zumindest Johannes Pasquali, Klubobmann der ÖVP-Wieden, stößt die Causa sauer auf und nennt die Pläne eine "de facto Begegnungszone".

VP-Wieden Klubobmann Johannes Pasquali (l.) und VP-Wien Verkehrssprecher Wolfgang Kieslich halten von den Umgestaltungsplänen nichts.
  • VP-Wieden Klubobmann Johannes Pasquali (l.) und VP-Wien Verkehrssprecher Wolfgang Kieslich halten von den Umgestaltungsplänen nichts.
  • Foto: ÖVP Wien
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„Bis dato erfolgte Null Information und Einbeziehung der betroffenen Anrainer. Ähnlich wie in der Thaliastraße ist auch hier Bürgerbeteiligung für die Stadt- und Bezirksroten ein rotes Tuch“, so Pasquali und VP-Wien Verkehrssprecher Wolfgang Kieslich.

Pläne fertig, Umbau fix?

Unrecht haben die beiden damit nicht. Seit Jahren ist der Bereich ein Dauerthema im Bezirk. Vor einem Jahr brachten SPÖ und Grüne einen Antrag für Tempo 30 und bauliche Maßnahmen auf der Favoritenstraße im Bezirksparlament ein. Dieser wurde mehrheitlich angenommen. Tempo 30 wurde umgesetzt. Auch bei der jüngsten Bezirksvertretungssitzung wurden entsprechende Anträge gestellt.

Die Wiedner wurden über die gemeinsamen (und bereits fertigen) Pläne von SP-Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl und der zuständigen Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) bisher nicht informiert. Das soll sich aber bald ändern. 

Die Favoritenstraße beim Erzherzog-Johann-Platz soll einen Zweirichtungsradweg Richtung Wiedner Hauptstraße bekommen.
  • Die Favoritenstraße beim Erzherzog-Johann-Platz soll einen Zweirichtungsradweg Richtung Wiedner Hauptstraße bekommen.
  • Foto: Maximilian Spitzauer
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An zwei Terminen wird Bezirksvorsteherin Halbwidl vor Ort sein und die Umgestaltung den Wiednerinnen und Wiednern präsentieren. "Mir ist die Rückmeldung der Bürgerinnen und Bürger sehr wichtig", so Halbwidl. Corona-bedingt sind die Termine für Mai angesetzt: Am 7. Mai (Irene Harand Platz) und am 11. Mai (Erzherzog Johann Platz) jeweils von 15 bis 17 Uhr.

Am kommenden Montag soll der Umbau auch in der Verkehrs- und Planungskommission des 4. Bezirks diskutiert werden.

ÖVP fordert Bürgerbefragung

Für Pasquali ist das nicht genug. „Die de facto Begegnungszone untere Favoritenstraße hat massive Auswirkungen auf die direkt betroffenen Anrainer. Daher fordern wir eine bindende Bürgerbefragung zu den Plänen“, so der Klubobmann.

Die ÖVP fürchtet einerseits um die Parkplätze, die durch die Umgestaltung verloren gehen. Dem widerspricht Halbwidl: "Wir werden neue Stellplätze schaffen, das ist jetzt in Planung".  Pasquali sieht in den Plänen aber auch "eine Staufalle". "Der Verkehr wird sich weiter in die Grätzel verlagern, anstatt wieder rasch den Bezirk zu verlassen“, so Pasquali.

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