Neujahrsempfang Diplomatisches Corps
Van der Bellen fordert Zusammenarbeit beim Klimaschutz

Bundespräsident Alexander Van der Bellen mahnte am Dienstag die anwesenden Diplomaten aus 127 Staaten zur Zusammenarbeit für den Klimaschutz.
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  • Bundespräsident Alexander Van der Bellen mahnte am Dienstag die anwesenden Diplomaten aus 127 Staaten zur Zusammenarbeit für den Klimaschutz.
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Bundespräsident Alexander Van der Bellen forderte am Dienstag die Verhinderung der "drohenden Klimakatastrophe" und eine dafür notwendige internationale Zusammenarbeit. 

ÖSTERREICH. Beim Neujahrsempfang für das Diplomatische Corps in der Wiener Hofburg appellierte Van der Bellen an die anwesenden Botschafter zur internationalen Zusammenarbeit für den Klimaschutz. "Eine weltweite Bewegung junger Menschen hat letztes Jahr ein Thema, das mir seit Jahrzehnten besonders am Herzen liegt, zu Recht ganz oben auf unsere Tagesordnung gesetzt. Sie wissen, wovon ich spreche: Von der Klimakrise! Von den Fridays for Future, von Greta Thunberg", leitet der Bundespräsident seine Rede vor Diplomaten aus 127 Staaten und Außenminister Alexander Schallenberg ein. 

Es sei allen "nur zu bewusst, dass ein einzelner Staat, dass auch die Europäische Union alleine diese globale Herausforderung nicht bewältigen kann", sagte Van der Bellen. Der weltweite Umstieg auf saubere Energieträger könne nur in der Zusammenarbeit der Staaten gelingen. Van der Bellen hob besonders das Engagement der jungen Klimaaktivistin rund um Greta Thunberg hervor: "In meinen Gesprächen mit den jungen Menschen, die für Klimaschutz weltweit demonstrieren, habe ich gespürt, wie ernst es ihnen ist, für ihre Zukunft zu kämpfen. Ihr Engagement und ihre Leidenschaft könnte uns allen ein Vorbild sein".

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Der Bundespräsident erwähnte aber auch die Enttäuschung vieler Junger nach der Klimakonferenz COP25 in Madrid, die er als "Schlag ins Wasser" bezeichnete : "Wir alle sind enttäuscht!" Der Kampf gegen die "drohende Klimakatastrophe" müsse dennoch weiter gehen. 

"Welt braucht starkes Europa" 

Van der Bellen sprach über die Notwendigkeit von "gemeinsamen Regeln", und betonte dabei die Bedeutung der Vereinten Nationen. Die UN sei nicht nur bei der Bewältigung der Klimakrise unverzichtbar, sondern auch für die Erhaltung und Schaffung von Frieden, so der Bundespräsident. Das Rad müsse nicht neu erfunden werden. Man solle "existierende Foren internationaler Zusammenarbeit bestmöglich" nutzen, betonte Van der Bellen. 

Der Europäische Green Deal hat das Ziel, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Die EU müsse Antworten auf die Klimakrise, die Digitalisierung, die Zusammenarbeit der EU, die Migration und die Weltpolitikfähigkeit finden, so Van der Bellen. "Die Welt braucht ein starkes Europa, eine starke Europäische Union", betonte der Bundespräsident.

Bis 2030 eine Billion Euro 

Die EU-Kommission will jedenfalls bis 2030 eine Billion Euro in die Klimawende in Europa investieren. Am Dienstag erklärt die Kommission in Straßburg, wie das Geld aufgebracht werden soll. Zu den Vorschlägen gehört auch ein Hilfsprogramm, dass hundert Milliarden Euro für Regionen, denen die Klima- und Energiewende besonders schwer fallen wird, bereitstellen soll.

Autor:

Julia Schmidbaur aus Wieden

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