Studie mit Modellgemeinden
Warum Familien am Land kaum aufs Auto verzichten

Ein Test mit Modellgemeinden zeigt: Am Land ist die Infrastruktur für Radfahrer und Fußgeher unzureichend ausgebaut.
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  • Foto: pixabay
  • hochgeladen von Maria Jelenko-Benedikt

Über 75 Prozent der Begleitwege mit Kindern unter sechs Jahren werden am Land mit dem Auto zurückgelegt und nicht per Fahrrad oder zu Fuß - aus Angst vor Autoverkehr.

ÖSTERREICH. Was in ländlichen Gemeinden Familien mit kleinen Kindern benötigen, um nachhaltig mobil sein zu können, untersuchten das Institut für Verkehrswesen an der Universität für Bodenkultur und das Mobilitätsforschungsinstitut FACTUM.

In den beiden Modellgemeinden Spillern und Langenzersdorf wurde der Straßenraum analysiert sowie Interviews mit Jungfamilien durchgeführt. Konkrete Vorschläge wurden mit Familien und den Bürgermeistern diskutiert. Fazit: Zu schmale Gehwege, es fehlen baulich getrennte Radwege, ein zusammenhängendes und durchgängiges Rad- und Fußwegenetz - auch zu Nachbargemeinden -, sichere Kreuzungen sowie Verkehrsberuhigung vor Schulen.

Die Forderungen

Gefordert werden daher baulich getrennte Radwege, Gehwege mit ausreichender Breite, um auch mit dem Kinderwagen sicher unterwegs zu sein, ein zusammenhängendes und durchgängiges Rad- und Fußwegenetz in der Gemeinde, aber auch zu Nachbargemeinden, und sichere Querungsmöglichkeiten bei Hauptstraßen.

Die Infrastruktur für Radfahren und Zufußgehen sollte regelmäßig gewartet werden und frei von gefährlichen Schlaglöchern oder Grünwuchs von angrenzenden Flächen sein. Vor allem Routen zu den bevorzugten Zielen mit Kindern wie Kindergarten, Schule oder Spielplätze stehen hier im Fokus.

Verkehrsberuhigte Zonen

Der unmittelbare Straßenraum im Bereich dieser Ziele sollte verkehrsberuhigt gestaltet sein und entsprechende Aufenthaltsqualität aufweisen. Dies können beispielsweise autofreie Flächen vor Schulgebäuden, die Errichtung von Begegnungszonen oder die temporäre Sperre der Straße für den Autoverkehr zu Schulbeginn sein. 

Aktive Einbindung von Familien mit Kindern

Abseits der familienfreundlichen Gestaltung des Straßenraums gibt es zahlreiche begleitete Maßnahmen, die zu einem Umdenken führen können. In vielen österreichischen Gemeinden werden Workshops von der Gemeinde organisiert, in denen Familien sowohl Probleme als auch Lösungen aus ihrer Sicht darlegen können. Auch Kindergärten und Schulen können gemeinsam mit den Eltern die Begleitwege umweltfreundlich und aktiv organisieren: beispielsweise indem die Kinder diese Wege in Begleitung eines Erwachsenen gemeinsam zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Veranstaltungen und Aktionsstage zur nachhaltigen Mobilität mit temporären Sperren des Straßenraums für den Autoverkehr tragen zusätzlich zur Bewusstseinsbildung in der Gemeinde bei.

Zahl der Pleite-Gemeinden steigt massiv

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