Homeoffice & Co
Corona-Virus: Diese Rechte haben Arbeitnehmer und -geber

Teleworking neben viele Arbeitnehmer in Anspruch.

Das Corona-Virus stellt unser Leben auf den Kopf und verändert nicht nur herkömmliche soziale Gewohnheiten und Rituale, sondern auch unser Arbeitsleben. 

ÖSTERREICH. Das Epidemiegesetz erlaubt den Gesundheitsbehörden Eingriffe ins öffentliche Leben und den Arbeitsalltag. Einzelpersonen, egal ob Angestellte, freie Dienstnehmer oder Selbständige, können demnach unter Quarantäne gestellt werden. Das fällt nicht unter Krankenstand, sondern Dienstverhinderung. Das Unternehmen muss das Gehalt weiterzahlen und erhält dieses vom Staat zurück.

Homeoffice kann nicht angeordnet werden

Die Regierung hat Unternehmen aufgerufen, sofern möglich, auf Teleworking umzustellen, viele Unternehmen haben das realisiert. Das Arbeiten von zu Hause aus muss zwischen Arbeitgeber und -nehmer abgestimmt werden. Es gibt kein Recht auf Homeoffice, es kann aber auch nicht verordnet werden. Angst vor Ansteckung ist kein driftiger Grund, zu Hause zu bleiben und wird als Verletzung der Dienstpflicht bewertet, kann auch ein Entlassungsgrund sein. Gab es bereits eine Infektion im unmittelbaren Arbeitsumfeld, wäre ein Fernbleiben laut WKÖ allerdings gerechtfertigt. Arbeitgeber können Mitarbeiter nach Hause schicken. Dann liegt eine Dienstfreistellung vor, der Arbeitnehmer muss keine Krankenstandsbestätigung bringen, er hat weiter Anspruch auf Gehalt.

Betreuung der Kinder

Bei einem Gipfel der Sozialpartner mit der Regierung wurde teilweise die Aussetzung des Unterrichts von Schulen angekündigt. Kinder von 6-14 Jahren sollen auf Wunsch zu Hause bleiben können, wenn die Eltern keine andere Option haben. Volksschulen und Unterstufen bleiben vorerst also für jene Kinder geöffnet, welche Zuhause nicht betreut werden können.Die Maßnahmen gelten vorerst bis Ostern. Großeltern sollten nicht zur Betreuung herangezogen werden, weil Ältere und chronisch Kranke im Fall einer Infektion als besonders gefährdet gelten.

Die Schulpforten bleiben geöffnet

Dass Kinder bei Bedarf weiter in die Schule geschickt werden können, soll laut Regierung vor allem sicherstellen, dass Eltern, die in "systemkritischen Berufen" (Gesundheitsperonal, Polizei, Buslenker, Zugführer...) arbeiten, weiter ihrer Tätigkeit nachkommen können, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Mittwoch betonte. Achtung: Im Fall einer behördlich verordnete Schließung von Schulen oder Kindergärten bedeutet das arbeitsrechtlich nicht automatisch ein Dienstverhinderungsgrund für Eltern. Alter der Kinder und alternative Betreuungsmöglichkeiten in der Nähe spielen eine Rolle. Der Anspruch auf Freistellung muss hier individuell geprüft werden. Muss ein Kind in Quarantäne, so kann ein Elternteil jedoch zu Hause bleiben – aus „sonstigem wichtigem Grund“. Die Aufsicht gilt nicht als "Pflegezeit".

Regelung für Dienstreisen

Arbeitnehmer können Dienstreisen nur verweigern, wenn eine Gefahr für die Gesundheit besteht und für Regionen, für die es eine Reisewarnung des Außenministeriums gibt.

Weitere Infos:
Hinweise für Arbeitnehmer der Arbeiterkammer (AK)
Hinweise für Arbeitgeber der WKO

Unterricht ab 9. Schulstufe wird ausgesetzt
Autor:

Maria Jelenko-Benedikt aus Wieden

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