Schutz beim Einkaufen
Handel verrechnet teilweise 1 Euro pro Maske

Wer in einem Supermarkt einkauft, der größer als 400 Quadratmeter für Kunden ist, muss eine Maske tragen.
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  • Wer in einem Supermarkt einkauft, der größer als 400 Quadratmeter für Kunden ist, muss eine Maske tragen.
  • Foto: Markus Spitzauer
  • hochgeladen von Mag. Maria Jelenko-Benedikt

Laut einer Aussendung von Rewe wird in den Filialen der Rewe Group Austria (Billa, Merkur, Penny, Bipa und Adeg) ab Montag ein Euro für einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) verrechnet. Grund ist demnach die Ressourcenknappheit.

ÖSTERREICH. Seit Montag gilt generell Maskenpflicht beim Einkaufen in größeren Lebensmittelgeschäften und Drogeriemärkten mit über 400 Quadratmeter Kundenbereich, das hat die Regierung vergangene Woche angekündigt. Auch selbst genähte Masken sowie Schals dürfen dabei benützt werden. Die Einweg-Masken würden kostenlos an die Kunden vor den Geschäften verteilt werden, hieß es vorerst noch. Nun müssen Kunden allerdings doch zahlen, wie aus einer Aussendung der Rewe-Gruppe hervorgeht:

"Solange der Vorrat reicht" - Sparsamer Umgang

Man wolle jetzt bewusst ein "Signal für einen verantwortungsvollen Umgang und gegen Verschwendung" setzen, heißt es in der aktuellen Aussendung. Und weiter: "Nachdem wir – wie im Erlass des Gesundheitsministeriums vorgesehen - ein erstes Kontingent („so lange der Vorrat reicht“) zur „Erstausstattung“ gratis verteilt haben, werden nun – nach Verbrauch dieses ersten Kontingents - ab 6.4. MNS zu einem Kostenbeitrag von 1 Euro pro Stück abgegeben: als Erinnerung und Anreiz, dieses weltweit knappe, wertvolle Gut verantwortungsvoll und mit Bedacht zu verwenden." Der MNS werde in 3 Stück-Packungen zu je drei Euro erhältlich sein, Rewe verdiene dabei "keinen Cent.“ Jedoch sei niemand gezwungen, eine Maske zu kaufen. Alle Kunden seien willkommen, man weise niemanden ab, so lange Mund und Nase in der Filiale bedeckt sind, betont Rewe-Vorstand Marcel Haraszti. Auf Anfrage, ob Lidl die Mund-Nasen-Masken gratis verteile, hieß es am Montag, dass "bis auf Weiteres" man dafür von den Kunden kein Geld verlange. Auch habe man genügend Masken und habe auch weitere bestellt, so Unternehmenssprecher Hansjörg Peterleitner im Gespräch mit den Regionalmedien Austria (RMA). "Aber es ist schwer zu sagen, wie lange wir die Ausrüstung auf Vorrat haben, weil wir nicht wissen, wie groß der Bedarf bei den Kunden ist. Viele bringen ihre eigenen, selbstgenähten mit", so Peterleitner.

An den Eingängen sollen laut den neuen Vorschriften zudem Desinfektionsspender montiert, Einkaufswagengriffe nach jeder Benützung gereinigt werden. der Einmeter-Abstand muss gewahrt bleiben. 

Kritik der FPÖ

„Die Fantasterei von Kanzler Kurz mit seiner Regierung, Super- und Drogeriemärkte nur mehr mit einer Maske betreten zu dürfen, entwickelt sich zum Fiasko“, reagierte der freiheitliche Generalsekretär Michael Schnedlitz.

„Während dem Bürger bei Nichtbefolgung hohe Strafen drohen, gibt es einerseits zu wenig Masken in den Märkten und andererseits müssen diese käuflich erworben werden“, so Schnedlitz und weiter: „Diese Maßnahme ist von Anfang an nicht durchdacht und dient nur der Verunsicherung unserer Bevölkerung. Wie ernstgemeint Verordnungen und Erlässe derzeit erstellt werden, kann man gut im Oster-Erlass und dem darauffolgenden Interview mit dem verantwortlichen Sektionschef Clemens Auer in der ‚ZiB2‘ erkennen - Krisenmanagement sieht anders aus“, betonte Schnedlitz.

Vorarlberger Firma produziert Masken Made in Austria

Die kurzfristige Einführung der Maskenpflicht sei schwierig, denn es gebe weltweit Lieferengpässe beim Mundschutz ebenso wie bei Desinfektionsmitteln, wie Rewe-Sprecher Paul Pöttschacher der APA bestätigte. Allein Rewe betreibt österreichweit 2.550 Standorte mit rund 40.000 Mitarbeitern. Bei der Vorarlberger Firma Grabher rüste man auf, um täglich bis zu 500.000 dringend notwendige Masken für das Gesundheitspersonal herzustellen. Die Firma habe begonnen bei der Produktion von Mund-Nasen-Schutz, hieß es am Montag in einer Aussendung von Ministerin Schramböck.

Vorsicht beim Tragen der Maske

Masken schützen die Träger nicht vor einer Ansteckung mit dem Virus, sondern Mitmenschen vor den eigenen Sprech- oder Hustentröpfchen. Sie ersetzen auch nicht den gebotenen Mindestabstand von einem Meter. Die Kinderärztin Veronika Himmelbauer rät Erwachsenen, insbesondere Eltern, den richtigen Umgang mit den Masken ernst zu nehmen und auch Kindern beizubringen, sonst würden sie kontraproduktiv wirken. Sie sollten darauf achten, dass auch bei Kindern Mund und Nase komplett bedeckt sind. Beim Abnehmen bestehe ein erhöhtes Risiko, sich mit Erregern, die an der Außenseite kleben, zu infizieren.

Darum: Die Maske nur an den Bändern und nicht vorne berühren und sie sofort entsorgen. Danach gründlich die Hände waschen oder desinfizieren.

So legen Sie Mund-Nasen-Schutzmasken richtig an
Wer in einem Supermarkt einkauft, der größer als 400 Quadratmeter für Kunden ist, muss eine Maske tragen.
Vorsicht beim richtigen Tragen der Maske
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