04.04.2017, 09:11 Uhr

04.04.2017 - Pflanze des Tages - Vergissmeinnicht & Gedankenmein

Vergissmeinicht (Myosotis) sind Balsam für die Seele © Angelika Ficenc

Treu stehen sie in Wald und Flur und erfreuen uns an Ihrem Blau

Jeder kennt sie die zarten blauen Blüten des Vergissmeinnichts (Myosotis) und des Gedankenmein (Omphalodes verna), zwei Pflänzchen aus der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).

Während das Vergissmeinnicht eine einjährige, krautige Pflanze ist, ist das Gedankenmein mehrjährig. Beide sind erste Frühjahrsblüher und erfreuen uns mit Ihrer Blaufärbung von Wiesen, Gärten und Waldsäumen.

Die Blüten des Vergissmeinnichts haben keine oder wenige Hochblätter. Der Blütenstiel ist nach der Blüte verlängert. Die Blüten sind rasiärsymmtrisch und fünfzählig mit doppelten Perianth. Die fünf Kelchblätter sind glocken- oder trichterförmig verwachsen. Der Kelch ist regelmäßig fünfzipfelig und vergrößert sich bei einigen Arten nach der Blütezeit (Mai bis Juni).

Die fünfzählige, meist stieltellerförmige, selten glocken- bis trichterförmige Krone ist am Grund verwachsen. Die Kronblätter sind blau bis violett, selten gelb, weiß oder rosa gefärbt. Die fünf Schlundschuppen sind kahl, gelb oder weiß. Die fünf Staubblätter ragen wie der Griffel meist nicht aus der Kronröhre hervor. Die Staubbeutel sind eiförmig bis elliptisch. Blütenbestäuber sind Fliegen, Hautflügler und Schmetterlinge. Selbstbestäubung ist möglich.
Das Vergissmeinnicht säht sich selber aus und beglückt den Garten jedes Jahr mit unzähligen neuen Jungpflanzen.

Das Gedankenmein (Omphalodes verna)
ist niedrigwüchsiger als das Vergissmeinnicht und die intensiv blauen Blüten sind größer.

Der Blütenstand ist nicht oder wenig verzweigt und besteht meist aus bis zu 20 Blüten. Die Kronröhre ist beinahe fehlend, der Kronensaum ist himmelblau und zeigt von der Mitte ausgehende, weiße Linien zwischen den Kronenzipfeln. Die Schlundschuppen sind weiß. Das Gedankenmein vermehrt sich über seine Ausläufer und kann unter günstigen Bedingungen große Flächen rasch begrünen.

Verbreitung & Vorkommen
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet innerhalb Österreichs beschränkt sich auf das südliche Kärnten, dort wächst es in den Karawanken, im Loiblgebiet, im Rosental und besonders in Arnoldstein. In anderen Bundesländern wird es als Zierpflanze kultiviert und ist manchmal verwildert, so im Burgenland, in Niederösterreich, Oberösterreich, Kärnten und Salzburg. In Wien wurde die Art bewusst ausgesetzt, in Vorarlberg sind die Bestände wieder erloschen.

Literatur: Exkursionsflora von Österreich (W. Adler, K. Oswald, R. Fischer)
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Christa Posch aus Ottakring | 04.04.2017 | 21:59   Melden
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