25.03.2017, 07:57 Uhr

25.03.2017 - Pflanze des Tages - Der Hohle Lerchensporn

Hohler Lerchensporn (Corydalis cava), aufrechter Blütenstand © Angelika Ficenc
In schattigen Wäldern blüht derzeit der Hohle Lerchensporn (Corydalis cava), ein Erdrauchgewächs, aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Man findet ihn in den Farbvarianten von Weiß über Rosa bis Lila und Violett. Die Einzelpflanzen wachsen oft in kleinen Gruppen, können aber auch, je nach Standort bzw. Lage großflächige Ansammlungen bilden.

Synonyme für Corydalis cava sind „Hohlwurz-Lerchensporn“, „Hohlwurz“ oder „Hohlknolliger Lerchensporn“.

Corydalis cava ist ein Knollen-Geophyt, und bildet eine kleine kugelige hohle Knolle, in der sich die Tochterknollen entwickeln (daher auch sein dt. Name).

Die Blüten entwickeln sich zwischen März und April. Meist stehen 10 bis 20 Blüten in einem endständigen, traubigen aufrechten Blütenstand dicht zusammen. Die zwittrige Einzelblüte wird bis ca. 3 cm lang. Sie besteht aus einer Oberlippe mit einem Sporn und einer Unterlippe.

Der Sporn führt reichlich Nektar und lockt insbesondere langrüsselige Insekten wie z.B. Bienen oder Schmetterlinge zur Bestäubung an. Kurzrüsselige Hummeln hingegen zählen nicht zu den bestäubenden Insekten, da sie den Sporn von außen aufreißen und nur den Nektar aufnehmen.
Unterhalb jeder Blüte befindet sich ein ovales bis eiförmiges, ganzrandiges Tragblatt.

Bei der Frucht des Hohlen Lerchensporns handelt es sich um eine Schote, die kleine runde schwarz-glänzende Samen enthält mit einem Elaiosom. Die Blätter sind blaugrün gefärbt und dreiteilig gefiedert mit Einschnitten. Der Stängel ist aufrecht und unverzweigt

Der Hohle Lerchensporn wächst in Mitteleuropa bevorzugt in Auwäldern, Edellaubwälder, auf feuchten schattigen Böden, collin bis montan. Er ist kalkliebend sowie ein Nährtsoff- und Lehmzeiger.
In Wien wächst Corydalis cava z. B. in den Donauauen, im Wiener Prater, im Botanischen Garten der Universität Wien, im Lainzer Tiergarten, Parkanlagen etc.

Alle Pflanzenteile des Hohlen Lerchensporns sind giftig, insbesondere aber die Knolle.

Literatur: Exkursionsflora von Österreich (W. Adler, K. Oswald, R.Fischer)
Was blüht denn da? Kosmos Verlag
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