07.06.2018, 21:10 Uhr

Haarrisse mit üblen Folgen

(Foto: Taokineisis /pixabay)

Leider kommt es sehr häufig vor, dass Knochenfissuren (Haarrisse im Knochen) unentdeckt bleiben! Der Grund dafür ist, dass diese Haarrisse im Knochen nicht ertastbar oder im Röntgen nicht sichtbar sind, erst eine Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) oder andere bildgebende Verfahren machen sie sichtbar.

Vermehrt betroffen sind davon der Mittelfußknochen, Schien-oder Wadenbein, aber auch bei Wirbeln oder Rippen können Haarrisse auftreten.
Diese Ermüdungsfrakturen entstehen durch regelmäßige und starke Belastung der Knochen!
Man unterscheidet folgende Arten von Fissuren in der Medizin:

Stressfraktur – durch die andauernde Belastung/Druck kommt es zu Haarrissen in einem gesunden Knochen

Insuffizienzfraktur – aufgrund von vorgeschädigten Knochen kommt es zu Haarrissen

Ein Haarriss ist am Anfang nur durch einen leichten Druckschmerz bei Belastung der Körperstelle bemerkbar, mit dem Ausmaß der Belastung steigt auch der Druckschmerz und es kommt zu einer Schwellung, die nicht mehr zurück geht!
Im Ruhezustand sind diese Schmerzen nicht vorhanden, deshalb denken die wenigsten Menschen an einen Knochenbruch oder gehen rechtzeitig zum Arzt!
Diese Mikrofissuren können aber schlussendlich unbehandelt zu einem Knochenbruch (gesamter Knochen ist durchgebrochen und lässt sich leicht verschieben) oder Wirbeleinbruch führen.

Deshalb sollte man bei jedem Unfall bei dem schwere Gegenstände im Spiel waren (zu schwer gehoben oder etwas ist auf einen selbst gefallen.....), zum Arzt gehen, der ein Röntgen bzw. andere bildgebende Verfahren (bei unklarer Diagnose) veranlassen sollte.
Selbstverständlich stellen alle bildgebenden Verfahren eine gewisse Strahlenbelastung dar, aber eine unbehandelter Haarriss kann viel mehr gesundheitliche Belastung nach sich ziehen!
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