14.03.2016, 11:33 Uhr

Bürgerinitiative will das Funkhaus kaufen

Steht zum Verkauf: Das ORF-Funkhaus in der Argentinierstraße. (Foto: Rettet das Funkhaus)

Die Diskussion um die ungewisse Zukunft des Funkhauses in der Argentinierstraße 30a geht in die nächste Runde: Am Mittwoch stellt die Interessensgemeinschaft Funkhaus (kurz: IG Funkhaus), die im November ein verbindliches Kaufanbot abgegeben hat, ihr eingereichtes Projekt vor.

WIEDEN. Das älteste Funkhaus Österreichs steht seit vergangenen Oktober zum Verkauf. Der Radiobetrieb des ORF zieht in den nächsten Jahren ins Haupthaus am Küniglberg in Hietzing.

Groß war im Herbst der Aufschrei von Bezirkspolitikern, Anrainern und Künstlern, das denkmalgeschützte Gebäude vor Immobilienspekulanten zu retten: Das in den 1930er Jahren errichtete Anwesen ist aufgrund seiner Lage zwischen Innenstadt und Hauptbahnhof äußerst attraktiv. Der Flächenwidmungsplan sieht eine Errichtung von Wohnungen auf dem Areal vor.

Grund genug für zahlreiche Prominente von Karl Markovits bis Alfred Dorfer, sich der IG Funkhaus anzuschließen und ein verbindliches Kaufanbot auf den Tisch zu legen. Ziel des IG ist ein Mix aus Erhalt des Funkhauses als Kultur- und Medienareal sowie der Schaffung von Wohnraum.

Finanziert wird der mögliche Kauf mit der Initiative "Funkhaus-Baustein", die keine Spende, sondern eine Investition ist: Jeder Bausteinbesitzer soll laut IG sein Geld über die Jahre per Mieteinnahmen wieder zurück bekommen.

Am Mittwoch legt die IG Funkhaus ihre konkreten Pläne für die Umgestaltung des Areals im Falle eines Erwerbs der Öffentlichkeit vor.

Falls Sie Interesse haben, einen Funkhaus-Baustein zu erwerben:
http://www.ig-funkhauswien.at/interessenserklaerung/

Hintergrund

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