30.06.2017, 16:31 Uhr

Die Baywatcher von der Wieden

Alexander Pamer ist Landesleiter der Wasserrettung Wien.

Die Wasserrettung Wien sorgt für Sicherheit im und auf dem Wasser und bietet auch Schwimmkurse an.

WIEDEN. Mit Baywatch", dem aktuellen Film über die Rettungsschwimmer von Miami Beach, hat die Wasserrettung Wien nicht viel gemeinsam. "Obwohl es natürlich schön wäre, wenn sich durch den Film mehr Menschen entschließen, die Ausbildung zum Rettungsschwimmer zu machen. Bei uns schauen zwar nicht alle so gut aus, sind aber top ausgebildet", so Alexander Pamer, Landesleiter der Wiener Wasserrettung. Er ist bereits seit Langem bei der Wasserrettung dabei:
"Mit dem Schwimmsport bin ich schon länger verbunden. Vor 26 Jahren habe ich mich dann entschieden, gemeinsam mit einem Freund die Rettungsschwimmer-Ausbildung zu machen. Ich war so fasziniert, dass ich noch weitere Kurse und Ausbildungen absolviert habe. So gebe ich seit über 20 Jahren auch Unterricht", so der 48-Jährige, der auch Vizepräsident der Österreichischen Wasserrettung ist.

Gegründet wurde die Österreichische Wasserrettung im Jahr 1957 in Linz. Für Wien übernahm Hans Steiner die Bereichsleitung. Trotz einiger Schwierigkeiten konnte er bereits im Gründungsjahr Ausbildungskurse und Trainings im Diana Bad anbieten, das damals auch der Sitz der Bereichsleitung war. Heute hat die Wasserrettung Wien ihren Sitz in der Prinz Eugen Straße 12, im 4. Bezirk. Das Ausbildungcenter befindet sich auf der Donauinsel, am Rollerdamm in der Nähe der U1-Station Donauinsel. Hier vor Ort befinden sich auch vier Boote sowie zwei Einsatzautos.

Sicherheit bei Dreharbeiten

Angefordert werden die Rettungsschwimmer bei Veranstaltungen wie dem Donauinselfest oder der kommenden Beach-Volleyball-WM zur Unterstützung der anderen Einsatzkräte. "Wir arbeiten sehr gut mit Feuerwehr, Polizei und Rettung zusammen", so Pamer.

Auch bei Hochwassereinsätzen ist die Wiener Wasserrettung immer wieder dabei. Alle Einsätze sind ehrenamtlich. Und auch Filmerfahrung haben die Rettungsschwimmer bereits. So waren sie bei Dreharbeiten von "Soko Donau" vor Ort, um zusätzlich für Sicherheit zu sorgen.

Erfolgreiche Wettkämpfer

"Mit dem Schwimmen kann man nicht früh genug beginnen. Unser Motto ist: Jeder Nichtschwimmer zum Schwimmer und jeder Schwimmer zum
Rettungsschwimmer. Wir versuchen so vielen Menschen wie möglich das Schwimmen beizubringen, damit diese erst gar nicht in Notsituationen kommen", so Pamer. Diese Schwimmkurse und auch Taucherkurse finden verschiedenen Bädern Wiens statt. Neben Schwimm-, Tauch- sowie Fließ- und Wildwasserausbildung gibt es weitere Bereiche wie Kinder- und Jugendarbeit, Nautic und Sport und Wasserrettung-Sport. "Wir nehmen auch an verschiedenen Wettbewerben teil und sind recht erfolgreich. Auch wenn man uns besispielsweise mit den Rettungschwimmern von Australien nicht vergleichen kann", so Pamer.

Alle Infos sowie die Termine für Kurse finden Sie auf www.wien.owr.at
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