17.11.2016, 10:51 Uhr

Karlskirche vs. Winterthurgebäude: Nun kommen die Bürger zu Wort

Diese Visualisierung zeigt das Winterthurgebäude nach der geplanten Aufstockung. (Foto: privat)

Seit Wochen gibt es nichts Neues zur geplanten Aufstockung des Winterthurgebäudes am Karlsplatz. Da die ÖVP Wieden ob dieser Stille das Schlimmste - nämlich eine im Hinterzimmer erfolgte Umwidmung des Flächenwidmungsplanes - befürchtet, hat sie nun gemeinsam mit der FPÖ eine Bürgerversammlung beantragt.

WIEDEN. Bei dem geplanten Ausbau des Winterthurgebäudes neben der Karlskirche ist keine Einigung in Sicht. Wie berichtet, soll der Betonklotze direkt neben der barocken Kirche um zehn Meter aufgestockt werden. Die Reaktionen der Anrainer sind heftig, die Online-Petition "Rettet die Karlskirche" wurde bisher von knapp 5.500 Personen unterschrieben. Ziel der Kampagne ist, die für den Ausbau des 1970er Jahre Gebäudes notwendige Änderung im Flächenwidmungsplan zu verhindern.

"Es ist beunruhigend, dass man seit einigen Wochen nichts mehr über die Pläne erfährt", so Johannes Pasquali, Kliubobmann der ÖVP-Wieden. "Es besteht jetzt die Angst, dass die Umwidmung des Flächenwidmungsplanes stillschweigend durch die Hintertür erfolgt." Als einzige Chance, den Betonklotz zu verhindern, sieht Pasquali den Druck der Bevölkerung. Deshalb wurde von der ÖVP Wieden gemeinsam mit der FPÖ Wieden ein Antrag für eine Bürgerversammlung in der Bezirksvertretungssitzung abgegeben. Die Klubobleute Pasquali und Georg Schuster (FPÖ) appellieren zusätzlich an Bezirksvorsteher Leo Plasch (SPÖ), "nicht weiter tatenlos zuzusehen".

Termin wird nächste Woche fixiert

Bezirkschef Plasch möchte diesen Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen: "Ich habe kein schlechtes Gewissen und natürlich wird eine Bürgerversammlung einberufen. Allerdings hat die Zürich-Versicherung, der das Winterthur-Gebäude gehört, gemeinsam mit dem Architekturbüro Henke Schreieck die Pläne vorgestellt. Und zwar im Bauauschuss - das war keine Geheimveranstaltung." Wann genau die Bürgerversammlung stattfinden wird und ob alle Bewohner des 4. Bezirks eine Einladung erhalten, soll bereits nächste Woche fixiert sein.
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Peter Alexander aus Margareten | 17.11.2016 | 15:23   Melden
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