01.12.2016, 16:10 Uhr

Neue ÖAMTC Zentrale: "Guggenheim Reloaded" in Erdberg

Ein echter Hingucker: Die neue ÖAMTC-Zentrale ist laut Architekt Christoph Pichler der "radikalste Entwurf". (Foto: Toni Rapersberger)

Das nagelneue Gebäude in der Baumgasse 129 bietet Platz für 800 Mitarbeiter auf sieben Etagen und entspricht dabei den neuesten technischen Standards.

LANDSTRASSE. Spätestens mit dem 5. Dezember dürfen sich 800 ÖAMTC-Mitarbeiter an einen neuen Arbeitsplatz gewöhnen. Der Grund: Die bisherigen Standorte am Schubertring, in der Dresdner Straße, der Schanzerstraße, der Lothringerstraße und in der Donaustadt wurden zu einer Firmenzentrale zusammengelegt. In dem neuen ÖAMTC-Zentrum in der Baumgasse 129 sind auf knapp 15.000 Quadratmetern erstmals alle ÖAMTC Nothilfe-Leistungen an einem Ort vereint. Die neue Zentrale soll insbesondere den hohen Anforderungen an Funktionalität und Umweltverträglichkeit gerecht werden. Am Dach des Gebäudes wird ab Jänner der Notarzthubschrauber Christopherus 9 sein neues zu Hause finden.

"Man ist natürlich stolz, das kann man schwer leugnen", so der zuständige Architekt Christoph Pichler vom Architektenbüro Pichler & Traupmann. Mit dem Gewinn des im Juni 2013 ausgetragenen Generalplanwettbewerbs sicherte man sich die architektonische Ausarbeitung der neuen Firmenzentrale. "Das war ein Versuch ohne Rücksicht auf Verluste das denkbar radikalste Projekt umzusetzen", so Pichler. Umso überraschter sei man nun, dass man damals als Sieger aus dem Wettbewerb hervorging.

Übersiedlung zu Jahresbeginn abgeschlossen

Was 2013 noch nicht mehr als ein paar Skizzen waren, ist innerhalb weniger Jahre zu einem architektonischen Meisterwerk mit Platz für 800 Mitarbeitern auf sieben Etagen geworden. "Das Guggenheim Reloaded", wie Pichler es nennt, "solle den beeindruckend vielfältigen Funktionen des ÖAMTC - vom Mitgliederservice bis zum Hubschrauberstützpunkt - konsequent Rechnung tragen".



Mit dem Baubeginn im Februar 2015 fehlt dem Gebäude am Erdberg bis zum heutigen Tag eigentlich nur noch der letzte Feinschliff, sukzessive soll nun der Betrieb in dem neuen Zentrum aufgenommen werden. Zu Beginn des nächsten Jahres - mit Inbetriebnahme des Heliports am Dach des Gebäudes - soll die Übersiedlung dann abgeschlossen sein.

Mitarbeiter in Planung integriert

ÖAMTC-Verbandsdirektor Oliver Schmerold schätzt sich durchaus glücklich mit dem bisherigen Verlauf des Umzuges. "Von der ersten Idee diesen Schritt zu setzen und eine neue Zentrale zu bauen, sind bis zum heutigen Tag fünf Jahre vergangen. Ein Weg, den wir mit unseren Partnern erfolgreich gegangen sind. Gemeinsam haben wir es geschafft, sowohl den zeitlichen als auch den finanziellen Rahmen genau einzuhalten", so Schmerold.

Nicht nur in Sachen Technik und Architektur, sondern auch in Sachen Arbeitsklima will man in der neuen Firmenzentrale neue Maßstäbe setzen. Über 80 Mitarbeiter und Führungskräfte waren so in die Planung der zukünftigen Arbeitsflächen und Büroräume miteingebunden. "Die zentrale Anforderung war ein funktionales Arbeitsumfeld, das im Gleichklang mit architektonischer Qualität und Nachhaltigkeit steht", erklärt Projektleiter Linus Waltenberger. Nach der vollständigen Inbetriebnahme im Jänner soll dann im März 2017 eine offizielle Eröffnungsfeier folgen. Dort haben dann auch Besucher die Möglichkeit das Gebäude zu besichtigen.
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