21.04.2017, 14:04 Uhr

Vienna March for Science 2017: Wien marschiert für wissenschaftliche Fakten

Ein Allosaurus wird beim Abschlussfest vor dem Naturhistorischen Museum die Demonstranten begrüßen. (Foto: March of Science Vienna/Facebook)

Am Welttag der Erde wird sich der "Vienna March for Science" einer weltweiten Bewegung anschließen, die für wissenschaftliche Fakten und gegen Verleumdung und Verfälschung von Tatsachen eintritt. Auf dem ganzen Globus finden an diesem Tag 500 Märsche statt.

WIEN. "Wissenschaft braucht Verbündete!". Das sagte die Ex-Präsidentin des Europäischen Forschungsrats Helga Nowotny bei der Pressekonferenz zum diesjährigen "March for Science Vienna". Der geht nicht an irgendeinem Tag über die Bühne, sondern am Welttag der Erde – am Samstag, den 22. April.

Für die Wissenschaft marschiert man am Samstag jedoch nicht nur in Wien, sondern auf der ganzen Welt. Insgesamt sind 500 Demos geplant. "Mit dem Vienna March for Science rufen wir dazu auf, das Fundament der Wissenschaft zu schützen, zu stärken und zu feiern. Wir sind damit nicht allein. Rund 500 Demonstrationen in aller Welt am selben Tag bezeugen, dass die Wissenschaft gemeinsam mit der Gesellschaft bereit ist, eine offene Zukunft in Freiheit zu gestalten", heißt es auf der Facebookseite der Veranstaltung.

Mit dem Marsch, der nach einem "Science Picnic" mit Kurzvorträgen und Experimenten im Sigmund-Freud-Park vor der Votivkirche ab 14 Uhr über Freyung, Stephansplatz, Wollzeile, Albertina und Heldenplatz zum Maria-Theresien-Platz führt, suche man bewusst die Mitte der Gesellschaft bzw. der Stadt, so Organisator Oliver Lehmann.

Gegen "alternative Wahrheiten"

Aktuelle politische Veränderungen, nicht nur in den USA, würden Anlass zur Sorge geben. Die Verfälschung und Verleumdung von Tatsachen zu ideologischen Zwecken würden nicht nur die Wissenschaft, sondern die Grundlagen der Demokratie bedrohen, sagen die Veranstalter. Wissenschaft und Gesellschaft seien nicht zu trennen, schließt Nowotny an. Denn die Wissenschaft stehe für Fakten, die Gesellschaft für Werte – hier sollte es keine Zweiteilung geben. In dem Moment, wo demokratische Werte angeriffen würden, müsse die Wissenschaft Stellung nehmen, weil sie selbst bedroht sei. Die Einstellung "Normal seid ihr im Elfenbeinturm und was rundherum passiert, geht euch nix an" lehnt sie ab. "Dem ist nicht so."



Der "Vienna March for Science" wird von "Wien Wissen", einem unabhängigen Verein, gemeinsam mit Forschenden, Lehrenden und Studierenden organisiert. Los geht es am Samstag, 22. April, um 13 Uhr im Sigmund-Freud-Park zwischen Votivkirche und Uni Wien. Das Abschlussfest findet am Maria-Theresien-Platz statt. Dort führen ab 16 Uhr Elisabeth Oberzaucher, (lg-Nobel-Preis-Gewinnerin 2015) und Sciencebuster Martin Puntigam durch das Programm.

Die Route durch die Innenstadt:


Der March for Science 2017 im Video:

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