23.11.2016, 16:05 Uhr

Erbrecht neu: Ehegatte und Lebensgefährte

Ab 1.1.2017 wird das Erbrecht ganz neu geregelt. Eine der wesentlichen Änderungen ist die Stärkung der Rechte des Ehegatten und des Lebensgefährten.

Der Ehegatte war zwar schon bisher gesetzlicher Erbe: Er erbte aber neben Eltern und Geschwistern des Verstorbenen. Nach neuem Recht erben nur mehr die Eltern neben dem Ehegatten, Geschwister und alle weiteren Verwandten gehen leer aus.

Völlig neu ist ein gesetzliches Erbrecht des Lebensgefährten: Die Lebensgemeinschaft muss in den letzten 3 Jahren vor dem Tod bestanden haben und setzt ein gemeinsames Wohnen voraus. Ausnahmen bestehen dann, wenn es wichtige Gründe gibt; vor allem berufsbedingt („Fernbeziehung") oder krankheitsbedingt (Heim).

Achtung: Dieses Erbrecht des Lebensgefährten ist ein ganz nachrangiges; es schließt nur aus, dass der Nachlass an den Staat fällt. Sind also noch weitschichtige Verwandte vorhanden, dann muss man weiterhin ein Testament machen, wenn der Lebensgefährte etwas erben soll!

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