25.10.2016, 08:37 Uhr

Patientenverfügung

Mag. Klaus Baumgartner, MBL (Foto: Baumgartner)

Auch wenn die Medizin Fortschritte macht, wollen manche Menschen bestimmte Behandlungen nicht; kaum jemand will jahrelang nur mehr künstlich am Leben gehalten werden, ohne Aussicht auf Besserung. Dafür gibt es die Patientenverfügung: In der legt man fest, welche Behandlungen man will und welche nicht.

Eine Patientenverfügung bindet den Arzt nur dann, wenn Sie „verbindlich" ist: Das ist sie dann, wenn auf dem Formular ein Beratungsgespräch bei einem Arzt und einem Juristen dokumentiert ist; außerdem darf sie nicht älter als 5 Jahre sein. Fehlt eine dieser Beratungs-Dokumentationen oder ist die Verfügung älter als 5 Jahre, dann ist die Patientenverfügung bloß „beachtlich": Der Arzt kann sich daran halten, muss aber nicht.

Was die Patientenverfügung nicht kann: sie ist nur für den einzigen Zweck der medizinischen Behandlung vorgesehen; sie gibt daher einem Angehörigen nicht die Möglichkeit, sonstige Entscheidungen und Vorsorge zu treffen. Ebenso verhindert sie nicht, dass ein Sachwalter bestellt wird. Wer all das erreichen will, muss eine Vorsorgevollmacht abschließen.

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