25.10.2016, 08:44 Uhr

Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger

Mag. Klaus Baumgartner, MBL (Foto: Baumgartner)

Wenn für ein nicht mehr geschäftsfähiges Familienmitglied keine großen Entscheidungen getroffen werden müssen, braucht man nicht immer einen Sachwalter: dann kann ein naher Familienangehöriger den Sachwalter ersetzen und erledigt, was dieser zu tun hätte

1. Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens abschließen (einkaufen, Miete zahlen, ...)

2. Rechtsgeschäfte zur Deckung des Pflegebedarfs abschließen (Heimhilfe organisieren, Heilbedarf einkaufen, ...)

3. Anträge auf Pflegegeld und Sozialhilfe stellen

4. einfachen medizinischen Behandlungen zustimmen

Andere Angelegenheiten (z.B. Verfügung über Vermögen, ...) sind aber nicht möglich!
Die Vertretungsbefugnis bietet sich also vor allem dann an, wenn alles bereits organisiert ist und keine wichtigen Entscheidungen oder Maßnahmen notwendig sind.

Diese Vertretungsbefugnis kann bei jedem Notar registriert werden: Man braucht dazu die Standesurkunden und das ärztliche Attest; vom Notar bekommt man dann die Registrierungs-Bestätigung, die den Vertreter legitimiert.

Mehr Ratschläge vom Experten gibt es hier




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