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Erzdiözese Wien
Begleitung in herausfordernden Zeiten

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Unsicherheit, Einsamkeit und Krankheit – viele Menschen haben in diesen Tagen große Sorgen. Ein Krankenhausseelsorger erzählt aus dem Spitalsalltag unter den aktuellen Bedingungen. Viele Menschen engagieren sich gerade jetzt für die Menschen in Not. In der St. Elisabeth-Stiftung der Erzdiözese Wien begleiten Ehrenamtliche die vielen Familien in den Mutter-Kind-Einrichtungen.

„Wir Menschen brauchen einander wirklich. Das gilt in dieser Pandemiezeit für die kranken und zu pflegenden Menschen besonders. Das gilt aber auch für das Pflegepersonal. Weil dem so ist, versuchen die Krankenhaus- und Pflegeheimseelsorger*innen beiden Seiten Hilfe zu sein - in der Spur JESU. Denken wir an JESU Wort: Ich war krank und ihr habt mich besucht (vgl. Mt. 25,36b).“ (Weihbischof Franz Scharl)

„Das war mein Herzensruf“

Maria ist eine der zahlreichen Ehrenamtlichen, die bei der St. Elisabeth-Stiftung Familien in Not helfen. Damit möchte sie die Unterstützung weitergeben, die sie selbst erfahren hat. "Als ich vor 30 Jahren schwanger war und meine Beziehung zum Kindesvater gleich nach der Geburt endgültig zerbrach, fühlte ich neben der Riesenfreude über das Kind auch Gefühle des Versagens, der Bitterkeit, sowie die ganze Schwere der Verantwortung auf mir. Ich nahm mir vor, später einmal ähnlich betroffenen Frauen in irgendeiner Form beizustehen,“ erinnert sich Maria S. Das tat sie Anfang des Jahres, als sie den Aufruf zur ehrenamtlichen Unterstützung für Frauen in Not auf der Website der St. Elisabeth-Stiftung gesehen hat. „Das war mein Herzensruf“, erzählt sie heute.



So wie Maria S. geht es vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der St. Elisabeth-Stiftung, die zum Teil seit mehr als zehn Jahren einen großartigen Beitrag für das Wohl der Schwangeren, alleinerziehenden Müttern mit ihren Kindern und für Familien in Not leisten. Ohne ihre Hilfe könnte das Angebot der Stiftung nicht so breit gefächert und vielen Familien nicht geholfen werden. Dazu zählen neben Handarbeiten in der Web- & Kreativwerkstatt auch die Unterstützung am Verkaufstand im Advent und zu Ostern.

Neben Kinderbetreuung, Mitbetreuung von Familien, Unterstützung beim Abholen und Liefern von Sachspenden, Renovierungsarbeiten sind es auch Spendenaufrufe wie die wohl bekannteste Facebook-Aktion „Engel gesucht“, bei der Ehrenamtliche seit Jahren Weihnachtsgeschenke für Kinder aus der Familien-, Rechts- und Schwangerenberatungsstelle sammeln. Kinder aus den Wohneinrichtungen der St. Elisabeth-Stiftung könnten sich über keine Nikolo-Geschenke freuen und Frauen hätten keine Hygieneartikel, die sie im Alltag benötigen.



Rund 60 Helferinnen und Helfer opfern tagtäglich ihre Freizeit, um voll Elan und Engagement den Schwächsten Mitgliedern in unserer Gesellschaft zu helfen. Maria schwärmt: „Die MitarbeiterInnen der Stiftung sind immer sehr bemüht und nett. Da merkt man, dass sie ihre Arbeit mit Liebe machen, und das gibt uns Ehrenamtlichen wieder ein gutes Gefühl. Man weiß einfach, dass man hier am richtigen Platz ist.“

Ihre Hilfe macht Menschen Mut. 💖

Die St. Elisabeth-Stiftung – Hilfe für Schwangere und Mütter in Not

Die St. Elisabeth-Stiftung der Erzdiöese Wien ist eine gemeinnützige Organisation, die Schwangere und alleinerziehende Mütter mit Beratungsangeboten, Wohnraum sowie Arbeitsintegration unterstützt. Unter 01/545522210 berät die Stiftung Mo. bis Do. von 9 bis 12 und 13 bis 15 Uhr anonym und kostenlos zu folgenden Themen:

・ Schwangerenberatung
・ Familienberatung
・ Rechtsberatung
・ psychische Entlastungsgespräche

Kontakt Ehrenamtsmanagement: Kati Kuban
Mail:elisabethstiftung@edw.or.at
Tel.: 01/545522222

Seelsorge wird zum Leistungssport

Die Arbeit mit Corona-Erkrankten fordert die Seelsorger in den Krankenhäusern und Pflegeheimen heraus. Sie müssen kreativ sein, um mit Schutzbrille, Kopfschutz und Maske zu kommunizieren. „Es ist wie das Warten auf die Hinrichtung, wie ein verschärfter Arrest“, benennt es eine Patientin treffend. „Die Angst vor dem, was kommen mag und vor dem Sterben ist immer da.“

Im Krankenhaus gibt es viel Zeit zum Nachdenken. Zu der Ungewissheit und Belastung, die ein Krankenhausaufenthalt von Haus aus mit sich bringt, kommt in den letzten Monaten noch die Auseinandersetzung mit Corona. Die Gedanken drehen sich um das Risiko, an Corona zu erkranken und möglicherweise daran zu sterben. Das Gefühl, allein zu sein und keinen Besuch zu bekommen verschlimmert die Situation. „Vor allem in der Nacht fühle ich diese Ohnmacht, diese Angst vor dem Tod. Aber am allerschlimmsten ist die Einsamkeit“, sagt die Patientin. Krankheit verändert das Leben entscheidend und wirft viele Fragen auf.

Zwischen Pflichtbewusstsein und Ungewissheit

Die Arbeit mit Corona-Erkrankten ist anders. Die Kommunikation verändert sich. Die Wahrnehmung ist durch die zusätzlichen Schutzmaßnahmen eingeschränkt. Die Schutzmaske beeinträchtigt das Sprechen. Mund und Hals trocknen schnell aus. Man muss lauter sprechen und näher an die PatientInnen herangehen. Das kann zu Problemen führen. Lauteres Sprechen kann die Vertraulichkeit einschränken, näheres Herangehen die Wahrung des Abstandes. Es bleibt immer eine Gratwanderung, die nur aus der Situation heraus zu entscheiden ist. Durch die Schutzbrille kann selbst der Blickkontakt zum Problem werden. Das bedeutet, dass die für die Seelsorge so wichtigen Kommunikationsmittel Sprache, Mimik, und durch den Kopfschutz auch das Hören beeinträchtigt sind. Die Pantomime wird zum neuen Ausdrucksmittel. Von SeelsorgerInnen erfordert es entsprechendes Geschick und Kreativität, um kommunizieren zu können. Geist und Körper sind stark gefordert. Seelsorge wird dabei schnell zum Leistungssport.

Auch das Pflegepersonal braucht Seelsorge

Auch die Angehörigen und das Pflegepersonal brauchen SeelsorgerInnen, denen sie ihr Leid klagen können. Die ihre Situation vor Ort und ihr Leistungspensum kennen. Die da sind, wenn man sie braucht. Die verschwiegen sind. Wo man so sein kann, wie man ist. Menschen, mit denen man lachen und weinen kann und die kein Problem damit haben, wenn die Situation einmal „schroffer“ wird.

Das Pflegepersonal kämpft neben der hohen physischen und psychischen Belastung mit wechselnden Anordnungen. Was Montag gilt, ist Dienstag wieder passé. Die Mitarbeiter müssen funktionieren, unabhängig davon, wie es ihnen geht. Sie haben genauso Familie, Verwandte, Bekannte, Freunde. Was, wenn ich mich anstecke? Wenn ich das Virus mit nach Hause nehme? Was muss ich alles beachten? Einen Fehler machen möchte niemand. (Autor: Peter Hartenberger, Klinischer Seelsorger in der Klinik Ottakring)

Die Krankenhaus- und Pflegeheimseelsorge der Erzdiözese Wien


In den 37 privaten und öffentlichen Krankenanstalten der Stadt Wien und des Landes Niederösterreich arbeiten 77 hauptamtliche und 129 ehrenamtlich ausgebildete Seelsorgerinnen und Seelsorger.

  • Wir haben Zeit für Sie, auch für längere Gespräche und Begleitungen.
  • Wir geben Ihren persönlichen und spirituellen Fragen Raum.
  • Wir unterstützen Sie bei der Auseinandersetzung mit Ihrer Krankheit.
  • Wir begleiten Sie bei der Bewältigung von Lebensumbrüchen vor dem Hintergrund Ihrer persönlichen Geschichte und Erfahrung.
  • Wir sind auch für Ihre Angehörigen da, die wir als Mitbetroffene wahrnehmen.
  • Wir unterstützen Sie in schwierigen und/oder besonders belastenden Situationen.

Kontakt:
Erzdiözese Wien
Kategoriale Seelsorge
Krankenhaus- und
Pflegeheimseelsorge
Stephansplatz 6/III/DG
Tel.: 01/515523369
Mail: khps@edw.or.at
Homepage: www.krankenhaus-seelsorge.at

Spendenkonto:
Bankhaus Schelhammer & Schattera
Krankenhaus- und Pflegeheimseelsorge der ED Wien
IBAN: AT30 1919 0000 0010 0453
BIC: BSSWATWW
Verwendungszweck: Spende KHPS

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