MINI MED Webinar
Alleskönner Antibiotika? Was sie tun und was nicht

Antibiotika sollten nur zur Behandlung von bakteriellen Infektionen eingenommen werden.
  • Antibiotika sollten nur zur Behandlung von bakteriellen Infektionen eingenommen werden.
  • Foto: fizkes / Shutterstock.com
  • hochgeladen von Michael Leitner

Oskar Janata von der Klinik Donaustadt in Wien hat in seinem Webinar erklärt, welche Gefahren mit der falschen Verschreibung von Antibiotika einhergehen können.

(ÖSTERREICH). Es sind viele lebensbedrohliche Erkrankungen, gegen die Antibiotika helfen, ja sogar heilende Wirkung haben. Sehr oft aber werden sie verschrieben, obwohl gar kein bakterieller Infekt vorliegt. Warum das gefährlich ist, hat Oskar Janata in seinem MINI MED-Webinar anschaulich erklärt.

„Die Erfindung des Penicillins war eigentlich ein Zufallsfund“, so der Internist und hygienebeauftragte Arzt der Klinik Donaustadt in Wien in seinem Vortrag. Der schottische Mediziner und Bakteriologe Alexander Fleming hat die zerstörende Wirkungsweise eines Schimmelpilzes auf bestimmte Bakterien erstmals festgestellt, obwohl er gar nicht danach geforscht hatte. Bis heute werden Antibiotika nach demselben Grundprinzip erzeugt, wenngleich die synthetische Weiterentwicklung von Naturprodukten eine immer bessere Verträglichkeit der Produkte über die Jahre mit sich gebracht hat.

Viren oder Bakterien?

„Eine rinnende Nase ist das beste Zeichen dafür, dass es sich um einen viralen Infekt handelt“, so Janata, wenn es darum geht bakterielle von viralen Infekten zu unterscheiden. „Es gibt nämlich kein Bakterium, das die Nase rinnen lässt.“ Die meisten banalen Infekte in der kalten Jahreszeit sind viral bedingt. Erst wenn Symptome längere Zeit auftreten oder extremes Fieber sowie Schüttelfrost dazu kommen, ist an einen bakteriellen Infekt zu denken. Der CRP-Wert im Blut ist ein Anhaltspunkt, weil er meist bei bakteriellen Infektionen erhöht ist. Die meisten grippalen Infekte in der kalten Jahreszeit lassen sich symptomatisch gut behandeln, selbst bei Husten stecken meist Viren und nicht Bakterien dahinter, so der Experte. Allerdings: Chronisch kranke Personen, sowie Patienten nach Spitalsaufenthalten empfiehlt Dr. Janata bei fieberhaften Beschwerden auf alle Fälle einen Arzt aufzusuchen.

Antibiotika-Resistenzen

Immer öfter entwickeln Bakterien Resistenzen gegen Antibiotika, was einer Mutation gleichkommt. Der Hauptgrund dafür ist der jahrelang wenig hinterfragte Einsatz von Antibiotika beim Menschen, aber beispielsweise auch in der Tierhaltung, denn auch über den Fleischkonsum gelangen Antibiotika in die Nahrungskette. „Resistenzen werden vor allem bei schwerkranken Patienten in Spitälern zum Problem, wenn es um große chirurgische Eingriffe, Transplantationen oder die Krebstherapie geht“, so Janata. Daher sei es wichtig und richtig, das Antibiotika bis heute rezeptpflichtige Medikamente sind, die nur nach sorgfältiger Diagnose verschrieben werden sollen.

Die Termine für die kommenden Webinare finden Sie auf minimed.at/webinar.

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