Nachhaltiger Lebensmittelkonsum in Zeiten von Corona
Restl-Essen für die Umwelt

Bis zu 115 Kilogramm Lebensmittel schmeißen Europäer jährlich weg. 40 Kilogramm davon wären noch genießbar.
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Hamsterkäufe, Klopapierorgien und sogar die ein oder andere Rangelei um Lebensmittel. Der Ausbruch des Coronavirus sorgte auch in Österreich für Unruhe. Doch während der Österreicherinnen und Österreicher dazu aufgefordert wurden, so weit wie möglich zuhause zu bleiben, heißt es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsbereit, Lebensmittelhandel, der Drogerie oder Apotheke – Dienst wie immer. Keine leichte Aufgabe in diesen Zeiten. Darum gebührt ihnen erstmal unser Dank und unser Respekt!

ÖSTERREICH. Doch von diesem virtuellen Danke, kann sich niemand etwas kaufen. Viel mehr gilt es auch die Gefahr einer Ansteckung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Lebensmittelhandel zu minimieren. Neben dem Händewaschen, dem vermeiden von sozialen Kontakten und Abstand halten kann auch durch selteneres Einkaufen im Supermarkt die Gefahr der zwischenmenschlichen Ansteckung minimiert werden.

Lebensmittelabfälle

Nicht nur in Zeiten von Corona ist ein bewusster Umgang mit Lebensmittel wichtig. 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel werden jährlich weltweit weggeworfen, ein Drittel der überhaupt produzierten Lebensmittel. Europäer werfen zirka 95 bis 115 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr in den Müll, wovon zirka 40 Kilogramm noch genießbar gewesen wären. Müll der vermeidbar wäre.

Wie vermeide ich Lebensmittelabfälle?

Alles läuft auf gute Planung hinaus. Wer sich genau überlegt wann er welche Speisen zubereiten möchte, geht zielgerichtet in den Supermarkt und kauft nur, was er benötigt. Durch einen Speiseplan wird jedoch nicht nur die Ressource Lebensmittel wertgeschätzt und nicht unnötig weggeschmissen, auch in Sachen Zeit lässt sich, durch einen Überblick über die Speisen der nächsten Tage, einiges einsparen.

„Meal Prep“ kommt aus der englischen Sprache und bedeutet einfach Vorkochen. Wer Meal Prepped, steht meist einen Nachmittag in der Küche und bereitet alles für die Speisen der kommenden Woche vor. Egal ob vorgeschnittenes Gemüse, vorgekochter Reis oder Nudeln oder komplette Mahlzeiten. Alles wird vorgekocht, in Behälter gepackt und wartet dann im Kühlschrank auf seinen Einsatz.

Und was tun, wenn doch noch etwas über bleibt?

„Restl-Essen“

Zwiebel, Jungzwiebel, Porree, Lauch oder Knoblauch in Öl anschwitzen, Gemüse dünsten und dazu geben, aus Kokosmilch, Wasser oder Suppenbouillon eine Sauce dazu, Fleisch, Fisch, Tofu, (gekochte) Bohnen oder Linsen und mit Gewürzen abschmecken.

Auch wer selten bis nie kocht, bekommt aus Restln eine köstliche Speise hin. Wichtig ist, es sich nicht ganz so schwer zu machen. Wenn Zutaten fehlen heißt es kreativ zu werden. Kein Reis zuhause, aber diese Quinoa, das die beste Freundin so empfohlen hat? Ausprobieren. Keine Karotten mehr, dafür aber noch eine Packung Tiefkühlgemüse? Einfach das Rezept ändern und ausprobieren. Und wer weiß, vielleicht wird so das neue Lieblingsgericht gefunden.

Autor:

Claudia Rummel aus Wien

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