Schluss für Aids-Charity
Gery Keszler verkündet Aus für den Life Ball

Der 26. Life Ball wird heuer der letzte sein, verkündete Organisator Gery Keszler.
  • Der 26. Life Ball wird heuer der letzte sein, verkündete Organisator Gery Keszler.
  • Foto: Life Ball/Jürgen Hammerschmied
  • hochgeladen von Andrea Hörtenhuber

Jetzt ist es offiziell: Nach 26 Jahren findet das Wiener Benefiz-Event heuer zum letzten Mal statt.

WIEN. Eine Ära geht zu Ende: Der Life Ball findet dieses Jahr am 8. Juni zum letzten Mal stattfinden. Organisator Gery Keszler verkündete heute, am Freitag, offiziell das Aus des Charity-Events.

Der Grund: Ausbleibende Gelder machen es unmöglich, die Veranstaltung weiter zu finanzieren. Nun fällt der letzte Vorhang für den Life Ball, der heuer gemäß dem Motto „United in Diversity. Walking on the yellow brick road towards an end to AIDS.“ ganz im Zeichen des Zirkus steht.

Es sei es in letzter Zeit immer schwieriger geworden, Sponsoren und Spender für den Ball gewinnen zu können, sagte Keszler. "Das Bewusstsein ist heute einfach ein anderes. Dem tragen wir nun auch Rechnung." 26 Jahre nach dem ersten Life Ball sei es an der Zeit, neue Wege zu gehen. "Die Rahmenbedingungen und Umstände haben sich über die letzten Jahre sehr verändert", sagte Keszler.

Hilfe für Afrika

"Im Kampf gegen Aids haben wir viel erreicht. Aids hat sich von einem Todesurteil zu einer chronischen Krankheit gewandelt. Durch diesen Erfolg ergibt sich die paradoxe Situation, dass die Zahl der Verbündeten für Aids-Hilfsprojekte international und national abnimmt", so Keszler.

Große Herausforderungen warten dennoch auf Keszler – vor allem in Afrika: "Wir werden mit dem Gewinn des 26. Life Ball unsere Energie jenen Regionen widmen, wo das Problem noch immer akut ist und wir Leben retten können. In Österreich wird von den Organisationen und der öffentlichen Hand hervorragende Arbeit geleistet. Daher wird es Verständnis für unsere Entscheidung geben, dass wir in der Unterstützung heuer auf internationale Projekte fokussieren."

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