Ben Kingsley-Synchronsprecher
Kammerschauspieler Peter Matić verstorben

Peter Matić ist im Alter von 82 Jahren verstorben.
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  • Foto: Burgtheater
  • hochgeladen von Iris Wilke

Im Alter von 82 Jahren ist der Kammerschauspieler Peter Matić sehr überraschend gestorben. Die Wiener  Theaterwelt trauert um einen ihrer Besten.

WIEN. Peter Matić, geboren in Wien am 24. März 1937 verbrachte sein Leben auf der Theaterbühne. Als er die Aufnahmeprüfung des Max-Reinhardt-Seminars nicht schaffte, absolvierte er seine Ausbildung in der Schauspielschule Krauss im ersten Bezirk.

Anschließend war es von 1960 bis 1968 am Theater an der Josefstadt tätig. Es folgten Engagements in Basel und an den Münchner Kammerspielen. 22 Jahre war er am Berliner Schillertheater beschäftigt. 

Nach Wien kam er wieder im Jahre 1993, als er erstmalig am Burgtheater in der österreichischen Erstaufführung des Stücks "Kroatischer Faust" zu sehen war. Diese Rolle brachte ihm eine Fixanstellung im Ensemble des Burgtheaters ein, wo er insgesamt 85 Rollen verkörperte. 

Auch in der Volksoper Wien und Staatsoper sowie in den Sommerfestspielen Reichenau war er des Öfteren zu sehen.

Große Sprechstimme

Doch nicht nur im Theater war er sehr gefragt. Auch für Film und Fernsehen wurde er auf Grund seiner extravaganten Stimme oftmals gebucht. Berühmtheit erlangte er vor allem für seine langjährige Tätigkeit als Synchronsprecher von Ben Kingsley.

Viele Auszeichnungen hat Peter Matić im Laufe seines Lebens erhalten, darunter den "Albin-Skoda-Ring" und den "ORF Hörspielpreis". 2006 wurde er zum Kammerschauspieler ernannt und 2010 mit dem Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien ausgezeichnet. Es folgte 2015 das große goldene Ehrenzeichen des Landes Niederösterreich und 2016 das österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.

Sehr traurig: Denn am kommenden Dienstag wollte er sich mit "Liebesgeschichten und Heiratssachen" vom Burgtheater offiziell verabschieden und seinen Lebensabend feiern.

"Nicht die Kunst ist dazu da, die Welt zu verändern, sondern die Menschen und die Menschlichkeit", so Peter Matić.

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