80.000 Menschen bei Demo gegen 12-Stunden-Tag in Wien

Mindestens 80.000 Menschen demonstrierten am Samstag in Wien gegen die Pläne der Regierung.
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  • Foto: Schwenter
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WIEN. So viele Menschen waren in Wien schon lange nicht mehr auf der Straße:  Die Polizei spricht von 80.000 Teilnehmern, die Organisatoren vom Österreichischen Gewerschaftsbund sprechen von "mehr als 100.000 Menschen". Fakt ist: Der Unmut über die Pläne der Regierung zum 12-Stunden-Tag mobilisierte am Samstag quer durch alle Bevölkerungsschichten. Selbst der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) marschierte mit. 

Bei strahlend blauem Himmel versammelte sich der Demozug gegen 14 Uhr beim Westbahnhof, um dann über Mariahilfer Straße und Ring zum Heldenplatz zu ziehen. Der ÖGB spricht von einem starken Zeichen gegen die "unsozialen und ungerechten Beschlüsse der Regierung". Scharfe Worte gab es etwa vom Vorsitzenden der Postgewerkschaft, Helmut Köstinger: "Wir haben ein großes gemeinsames Ziel: Diese unsoziale und ungerechte Regierung zu stürzen". 


Größte Demonstration seit 2003?

Angeblich handelt es sich bei diesem Bürgerprotest um die größte Demo in Österreich seit 2003. "Wenn sie Arbeitskampf wollen, dann können sie ihn haben. Wir kämpfen für die Rechte der ArbeitnehmerInnen", twitterte der ÖGB. Offen gegen die Demonstration stellte sich hingegen am Samstag die FPÖ: "Mit dieser Aktion beweist aber der ÖGB einmal mehr, dass er nur mehr als willfährige Vorfeldorganisation der SPÖ agiert und zwischen dem Wiener Westbahnhof und dem Heldenplatz billige rote Lügenpropaganda proklamiert", so FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky in einer Presseaussendung. 

Katzian: "Werden das nicht akzeptieren"

Weniger aggressiv als Kollege Köstinger waren die Worte von ÖGB-Chef Wolfgang Katzian: "Wir akzeptieren eine demokratisch gewählte Regierung", sagte Katzian auf der Abschlusskundegbung am Heldenplatz. "Aber wir werden  nicht akzeptieren, dass sie uns den Zwölfstundentag aufdrücken." Kurz nach 18 Uhr war der Heldenplatz gerammelt voll, die offiziellen Ansprachen aber vorbei. 

Die Demo am 30. Juni in Bildern

(c) Elisabeth Schwenter, J. Kajoui

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