Aktion scharf gegen illegale Prostitution in Wien

Ingesamt wurden im Wiener Stadtgebiet 25 Wohnungen kontrolliert. In allen wurden illegale Etablissements entdeckt.
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  • Ingesamt wurden im Wiener Stadtgebiet 25 Wohnungen kontrolliert. In allen wurden illegale Etablissements entdeckt.
  • Foto: LPD Wien
  • hochgeladen von Andreas Edler

WIEN. 25 Wohnungen, 30 Polizisten, 76 Anzeigen: Das sind die Eckdaten der dreitätigen Schwerpunktaktion der Wiener Polizei gegen die illegale Prostitution in Wien. Von 9. bis 11. April wurden Privatwohnungen kontrolliert, in denen illegale Sexarbeit vermutet wurde. Verdeckte Ermittler traten dabei als vermeintliche Kunden auf. 

Der Anlass: Laut Wiener Polizei hätten sich in letzter Zeit vermehrt Kunden von Prostituierten beklagt, dass sie sich mit ansteckenden Krankheiten infiziert hätten. Außerdem hätte es mehrere Hinweise von Betreibern legaler Etablissements gegeben, so die LPD Wien. 

Strafen in Höhe von 23.000 Euro

Im Zuge der Kontrollen in den 25 Wohnungen kam es zu 76 Anzeigen, wobei alle kontrollierten Wohnungen betroffen waren. Polizeijuristen stellen vor Ort Strafverfügungen in Höhe von insgesamt 23.000 Euro aus. Daneben hagelte es mehrere Anzeigen wegen Suchtmittelmissbrauch. Betroffen sind Männer und Frauen im Alter von 22 bis 60 Jahren mit insgesamt acht Nationalitäten. Vier Frauen waren illegal in Österreich und wurden festgenommen.

18 von 25 Wohnungen polizeilich geschlossen

18 der illegalen Prostitutionseinrichtungen wurden an Ort und Stelle polizeilich geschlossen und die Vermieter bzw. Eigentümer angezeigt.  Warum es nicht zur Schließung von allen kontrollierten Wohnungen kam, erklärt der Leiter des Referats für Prostitutionsangelegenheiten, Wolfgang Langer: "Es wurden nur Wohnungen geschlossen, wo offensichtlich niemand wohnt. In den anderen Wohnungen hatten Frauen ein Wohnbedürfnis. Es wäre unverhältnismäßig sie wegen eines Verwaltungsdelikts aus den Wohnungen zu vertreiben." 

Prostitution in Wohnungen, die keinen direkten Zugang zur Straße haben, sei übrigens immer illegal, so Langer. Der Zugang dürfe nie gemeinsam mit anderen Personen genützt werden. 

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