Open House Wien
Auf den Spuren versteckter Wiener Bau-Juwele

Ulla Unzeitig – hier im neuen Universitätsgebäude der Angewandten – ist eine der Organisatorinnen von Open House.
  • Ulla Unzeitig – hier im neuen Universitätsgebäude der Angewandten – ist eine der Organisatorinnen von Open House.
  • Foto: Spitzauer
  • hochgeladen von Andrea Peetz

Architektur zum Angreifen: Beim "Open House Wien" am 14. und 15. September 2019 kann man spannende Gebäude entdecken, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind. Dabei ist alles von der Fabrik bis zur Privatwohnung.

WIEN. "Open House" wurde vor mehr als 20 Jahren in London initiiert und findet mittlerweile in mehr als 40 Metropolen weltweit statt. Bei dem Event kann man Architekturjuwele entdecken, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind – und das kostenlos.

Am Samstag, 14., und Sonntag, 15. September, ist Wien an der Reihe: Geboten werden Gratis-Touren durch 64 Gebäude, die spannende Geschichten erzählen – von Privatwohnungen bis zu Fabriken. Wir haben eine der beiden Initiatorinnen, Ulla Unzeitig, zum Interview gebeten.

Was erwartet die Besucher heuer beim "Open House"?
Eine echte "Wiener Melange": Im Fokus stehen der Mix aus Arbeiten, Wohnen und Leben in Wien und auch die Frage, wie sich die Stadt dadurch verändert.

Bis zu 35.000 Besucher kommen jedes Jahr. Welche Orte haben den meisten Zulauf?
Die historischen Gebäude im 1. Bezirk kommen immer gut an. Ich finde es aber spannender, wenn sich die Leute für neue Konzepte der Stadtplanung interessieren.

Zum Beispiel?
Die neue Angewandte in der Vorderen Zollamtsstraße: Aus einem Gebäude aus dem Historismus und einem ehemaligen Büro des Finanzministeriums wurde ein Uni-Gebäude. Super saniert und einfach smart gemacht.

Gibt es heuer Schwerpunkte?
Einerseits innovative Lebensmittelproduktion in der Stadt, etwa "Hut und Stiel" im 20. Bezirk, wo Pilze gezüchtet werden, oder die alte Klavierfabrik in Atzgersdorf, in der auch die "100 Blumen"-Brauerei ist. Und andererseits rücken wir Gemeindebauten in den Fokus.

Was ist das Ziel der Initiative "Open House"?
Mehr Sensibilität für den gestalteten Raum zu schaffen – und das auf sehr niederschwellige Art und Weise. Wir haben 260 Freiwillige, die von uns geschult werden, dann durch die Gebäude führen und alles mit eigenen Worten erklären. Die wenigsten sind architekturaffin, deswegen sind die Touren auch für jeden leicht verständlich – und noch dazu kostenlos. Wir suchen übrigens noch Guides – Freiwillige können sich gerne jederzeit melden.

Welches Gebäude ist Ihr persönlicher Tipp für die bz-Leser?
Der Markhof im 3. Bezirk. Dort gibt es alles: eine Schule, Wohnungen, Werkstätten und eine Foodcoop. Er wird als "Dorf in der Stadt" bezeichnet, ist aber meiner Meinung nach fast mehr: nämlich ein eigener Kosmos in einem Haus.

Autor:

Andrea Peetz aus Wien

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