Ausflugstipp: Der Neusiedlersee ist das Meer der Wiener

Rund um den Neusiedler See im Burgenland gibt es für Besucher viel zu entdecken.
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  • Rund um den Neusiedler See im Burgenland gibt es für Besucher viel zu entdecken.
  • Foto: Gerhard Singer
  • hochgeladen von Nicole Gretz-Blanckenstein

Ein Ausflug an den größten Steppensee Mitteleuropas ist ein Erlebnis für die ganze Familie.

WIEN. Um an die Nordspitze des Sees, also nach Neusiedl am See, zu kommen, rechnet man für die Anreise mit dem Auto über die B10 oder die A4 eine knappe Stunde. Alternativ empfiehlt sich eine Anreise per Bahn, wobei man am besten sein Fahrrad mitnimmt, um das gut ausgebaute Fahrradwegenetz zu erkunden.

Der Ort wurde erstmals 1209 als "Sumbotheil" (deutsch: Samstagmarkt) genannt und war im Laufe der Jahrzehnte mehrmals Schauplatz blutiger Überfälle von Mongolen, Türken und Kuruzzen. Nach dem Wiederaufbau im Jahr 1241 nannte sich der Ort „Nuisidel“. Seit 1926 hat Neusiedl am See das Stadtrecht.

Wahrzeichen mit Weitblick

Das geheime Wahrzeichen von Neusiedl kennt kaum jemand und besteht doch schon seit Jahrhunderten: Es ist die Ruine Tabor, die jederzeit frei zugänglich ist. Man erreicht sie entweder über eine asphaltierte Straße hinter der Ortskirche vorbei am Friedhof oder man geht durch die Kellergasse, biegt beim Schild "Ruine" rechts ab, geht über ein paar Stufen und durch ein kurzes Waldstück.

Der Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall, denn die unendlich weite Aussicht (was das slawische Wort „Tabor“ übrigens bedeutet) ist einfach imposant. Es wird vermutet, dass diese Anhöhe den verschiedenen Völkern sehr lange als Aussichtspunkt über die Pannonische Tiefebene diente. Die heutigen Ruinenreste gehören zu einem System von Burgen und Kreuzfeuerstellen, das einst Schutz vor unliebsamen Angriffen bieten sollte. Ob das Bauwerk auch einmal bewohnt wurde, darüber ist man sich bis heute nicht ganz einig. Man findet Bezeichnungen wie "königliche Wohnburg", "Witwenwohnsitz" oder "einfacher Wehrturm".

Sinnesreise durch inspirierende Kaffeewelt

Für Kaffeeliebhaber lohnt sich ein Besuch der Kaffeewelt Schärf, das im Gewerbegebiet liegt und durch die überdimensionale Kaffeebohne kaum zu übersehen ist. Auf 5.000m2 kann man einer Kaffeekirsche auf ihrer Reise von der Plantage bis zum fertigen Espresso folgen und die europaweit größte Kaffeemühlen-Sammlung bewundern.

2,5 km Wissen über Schilf

Der Neusiedler See ist fast vollständig von einem Schilfgürtel umgeben und stellt den zweitgrößten zusammenhängenden Schilfbestand Europas dar. Um mehr darüber zu erfahren, fährt man drei Orte weiter, nach Breitenbrunn. Dort führt der Schilflehrpfad entlang des Seeradwegs vorbei an einem kleinen Aussichtsturm bis zur Strandbadkassa. Der Weg ist in der Nacht sogar beleuchtet.

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