24-jährige Wienerin Anna Xu
Austrochinesin sitzt in abgeriegelter Stadt fest

Die Austro-Chinesin Anna Xu sitzt in China in der Quarantäne.
  • Die Austro-Chinesin Anna Xu sitzt in China in der Quarantäne.
  • Foto: pixabay, Symbolfoto
  • hochgeladen von Maria Jelenko-Benedikt

Eigentlich wohnt sie in Wien, aber zum chinesischen Neujahr wollte Anna Xu ihre Oma in China besuchen. Das wurde ihr aber zum Verhängnis: Denn nach Ausbruch des Coronavirus darf die 24-jährige Wienerin die kleine Wohnung in der chinesischen Kreisstadt Qingtian der Provinz Zhejiang nicht verlassen. Es herrscht Ausgangssperre.

WIEN. "Ich bin jetzt bei meinem Onkel und meiner Tante in der Wohnung, die wir nicht verlassen dürfen. Jeden dritten Tag darf eine Person pro Haushalt ins Freie, um Lebensmittel zu kaufen", schildert Xu die Isolation im Ö1 Morgenjournal. Einkaufen gehen, das darf nur die gesündeste und jüngste Person in der Familie erklärt sie, und das sei eben sie. Eigentlich wollte sie am 4. Februar wieder nach Wien zurückfliegen, aber die Flüge wurden gestrichen und die Stadt abgeriegelt. Angst habe sie dennoch keine: "Es stecken sich nur Menschen an mit geschwächtem Immunsystem, Kinder und alte Leute, an."

Leondinger berichtet aus der Geisterstadt

Vor jedem Gebäude stehen Polizisten

Anna Xu berichtet, wie der Alltag aussieht. Die Wohnung dürfe sie nicht verlassen, auf der Straße stehen Polizisten, die kontrollieren. Ihre Oma, die ganz nah wohnt, darf sie nicht besuchen. "Sie lebt nur sieben Gehminuten entfernt, aber da sie in einem anderen Gebäude wohnt, darf ich nicht hin", wird Anna XU im Standard zitiert.  Was bei Zuwiderhandeln passiert? Xu: "Sie werden eingesperrt." Denn in ihrer Provinz Zhejiang gibt es nach Hubei die höchste Zahl an Infektionen.
Mehr dazu: Coronavirus: Müssen wir uns fürchten?

Mehr als 2000 Österreicher in China

Wie das Außenamt bestätigt ist Anna Xu nicht die einzige Österreicherin die sich in China befindet, insgesamt sollen es mehr als 2000 Österreicher sein.  Ob und wie deren Rückkehr geplant sei, bleibt ungewiss. Anna Xu jedenfalls plant, die Epidemie in der Wohnung in Qingtian abzuwarten. Denn die Alternative sei, mit dem Zug nach Peking zu fahren, um von dort per Flugzeug Richtung Heimat zu fliegen. Aber das sei zu gefährlich, denn: "Es sind so viele Menschen im Zug. Ich würde mich bestimmt infizieren."

"Schutzmasken sind bei uns ausverkauft"
Autor:

Anna Richter-Trummer aus Wien

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