Freiwilligen-Initiative sucht Unterstützung
Bei der Initiative "Zeitpolster" hilft man sich gegenseitig

Hermine Zerhau lässt sich von Elfi Biefel vorlesen und genießt die Geselligkeit.
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  • Hermine Zerhau lässt sich von Elfi Biefel vorlesen und genießt die Geselligkeit.
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Jetzt helfen, später profitieren: Die generationsverbindende Vorsorgeinitiative "Zeitpolster" hat die erste Freiwilligengruppe gegründet.

WIEN. "Helfen und für die eigene Betreuung in späteren Jahren ansparen", das ist das Leitbild der Initiative "Zeitpolster", die das Helfen von Generation zu Generation in den Mittelpunkt stellt. Das Konzept des Gründers Gernot Jochum-Müller hat von Vorarlberg ausgehend nun auch in Wien erste Anhänger gefunden.

Rund um Teamleiterin Marion Docekal hat sich die erste Gruppe gegründet, rund 100 Helfer machen mit und unterstützen mehr als 20 Betreute. Docekal, die auftretende Zeitfenster im Beruf für die Sozialarbeit nutzt: „Unsere Unterstützung wird oft zusätzlich zur Heimhilfe benötigt und ist eine Verbindung zwischen professionellen Pflege- und Reinigungsdiensten und reiner Nachbarschaftshilfe.“

Hausarbeit und Geselligkeit

Die Tätigkeiten reichen von der Hilfe beim Ausfüllen von Formularen über diverse Besorgungen bis hin zur Unterstützung im Haushalt. Helferin Maria Reicht erklärt: "Wenn punktuelle Hilfe benötigt wird, ist Zeitpolster ideal." Alle Hilfsdienste können ab einer Viertelstunde bezogen werden und kosten die Betreuten 8 Euro pro Stunde. Die Helfer erhalten statt einer Geldleistung eine Stundengutschrift, wenn in späteren Jahren selbst Hilfe benötigt wird.

Betreute fühlen sich gut

Die 80-jährige Angret Mayer lässt sich seit einiger von "Zeitpolster" unterstützen und ist ganz begeistert: "Die Zusammenarbeit ist sehr angenehm, auf meine Wünsche wird optimal eingegangen und ich bin froh, dass ich die Hilfe angefragt habe." Auch die 90-jährige Hermine Zerhau lässt sich beim Fensterputzen helfen: "Ich mache meinen Haushalt noch selbstständig, aber auf der Leiter wird mir schnell schwindelig."

Während die Betreuten genau jene Hilfe erhalten, die sie brauchen, profitieren die Helfer neben dem eigenen Zeitpolster auch von der Lebenserfahrung der Älteren, vom Zusammensein mit anderen Kulturen oder mit Kindern. Gesucht werden auch Menschen als Begleitung zu kulturellen Veranstaltungen, für gemeinsame Freizeitaktivitäten, Kinderbetreuung oder Gesellschaft in englischer, französischer oder russischer Sprache. Eine weitere Gruppe ist bereits in Gründung. Denn je mehr Gruppen, Helfer und Betreute sich finden, desto lokaler wird "Zeitpolster" künftig aufgestellt sein.

Zur Sache: Zeitpolster

Wer Interesse an diesem neuen Konzept der Alltagsunterstützung hat, kann am Donnerstag, 25. April, ab 18.30 Uhr zum kostenlosen Kennenlerntag in die Lindengasse 56, 1070 Wien, kommen. Mehr Infos: www.zeitpolster.com

Autor:

Sabine Krammer aus Floridsdorf

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