Regeln ab 1. April in Wien
Besuchen, spazieren und einkaufen im Lockdown

Eine Familie darf eine außenstehende Person zur Osterfeier empfangen.
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  • Eine Familie darf eine außenstehende Person zur Osterfeier empfangen.
  • Foto: Gabe Pierce/ Unsplash
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Das gilt im Wiener Oster-Lockdown ab 1. April – Antworten auf häufige Fragen.

WIEN. Die Eckpunkte der aktuell in Wien geltenden Ausgangsbeschränkungen sind schnell umrissen. Doch der Teufel steckt bei der Flut an Regeln, die das Miteinander sicher gestalten sollen, natürlich im Detail. Deswegen haben wir neben einer Übersicht weniger offensichtliche Antworten auf wichtige Fragen gesammelt.

Das gilt ab 1. April in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland:

  • Ausgangsbeschränkungen rund um die Uhr: Für das Verlassen der Wohnung braucht es einen der bereits bekannten triftigen Gründe wie (1) Arbeit, sofern sie nicht von daheim erledigt werden kann, Ausbildung (2) Betreuung von und Hilfeleistung für Nahestehende (3) Aufenthalt im Freien zur körperlichen und psychischen Erholung, (4) Deckung von Grundbedürfnissen wie der Kontakt zu engen Angehörigen, einkaufen oder Arztbesuche sowie (5) das Abwenden von Gefahr.
  • Zusammenkünfte regelt die 1+1-Regel: Eine Person darf einen Haushalt, ein Haushalt eine Person besuchen, im Freien wie in geschlossenen Räumen. 
  • Handel außerhalb der Grundversorgung, Gastronomie, körpernahe Dienstleistungen und Kulturbetriebe sind geschlossen. Lieferung sowie Abholung bleibt möglich.
  • Zusätzlich zur ohnehin geltenden FFP2-Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften ist in Wien nun auch das Tragen einer FFP2-Maske an einigen belebten Orten verpflichtend. Aktuell sind das Stephansplatz, Maria-Theresien-Platz und MQ-Vorplatz sowie im gesamten MuseumsQuartier-Areal, Schwedenplatz, Karlsplatz und Resselpark sowie Donaukanal zwischen Friedensbrücke und Franzensbrücke. Die Regelung könnte noch ausgeweitet werden. Eine aktuelle Übersicht, wo sie gilt, gibt es im Stadtplan der Stadt.
In den roten Bereichen gilt aktuell FFP2-Maskenpflicht.
  • In den roten Bereichen gilt aktuell FFP2-Maskenpflicht.
  • Foto: Screenshot: www.wien.gv.at/Stadtplan
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Fragen, die sich aus den Regeln ergeben könnten:

  • Darf ich über die Landesgrenze nach Niederösterreich spazieren gehen? Ja. Zu Erholungszwecken dürfen auch andere Bundesländer besucht werden. Das Gesundheitsministerium rät aber, vielbesuchte Ausflugsziele zu meiden. Bedenken sollte man aber, das aktuelle Ausreisetests in den Bezirken Wiener Neustadt-Land und Neunkirchen notwendig sind. Die Wiener Hausberge kann man daher nur mit einem negativen Corona-Test besuchen. Näheres dazu gibt es hier. Eine aktuelle Übersicht, wo gerade Ausreisetests notwendig sind, liefert der ÖAMTC.
  • Also darf ich auch in ein anderes Bundesland einkaufen fahren? Nein, das ist nicht erlaubt.
  • Aber darf ich Angehörige in einem anderen Bundesland besuchen? Ja, im Einklang mit der 1+1-Regel: Also darf etwa eine Studentin ihre Eltern in Kärnten besuchen oder umgekehrt. Fahrten zum Zweitwohnsitz bleiben auch erlaubt.
  • Darf ich mit meinen Kindern zu den Großeltern fahren? Ja, wenn ich alleine bin. Minderjährige Kinder sind laut Gesundheitsministerium von der 1+1-Regel nicht umfasst, das heißt ich kann mit meinen Kindern als Einzelperson einen weiteren Haushalt besuchen. Meine Großeltern dürfen auch auf die Kinder aufpassen, aber nur "wenn eine Aufsichtsnotwendigkeit besteht, wenn etwa die Eltern einen wichtigen Termin wahrnehmen müssen", schreibt das Gesundheitsministerium. Allerdings gilt natürlich, dass Kontakte nach Möglichkeit reduziert werden sollten.
  • Darf ich gemeinsam mit anderen Personen eine Hilfeleistung für Nahestehende erbringen? Etwa wenn ich mit meinem Bruder meiner Mutter dabei helfe, Möbel aufzustellen? Verboten ist es nicht. Die 1+1-Regel bezieht sich auf den Kontakt mit Nahestehenden und den Aufenthalt im Freien, nicht aber auf den Bereich der "Betreuung und Hilfeleistung für unterstützungsbedürftige Personen."
  • Gibt es wieder die Möglichkeit für Geschäfte, Click+Collect anzubieten? Ja, Geschäfte dürfen telefonisch oder online bestellte Waren aushändigen. Denn die Abholung von Waren ist explizit als erlaubter Grund für das Verlassen des Wohnbereichs angeführt.
  • Haben die Fahrradwerkstätten und Handyshops wieder offen? Ja. Reparaturbetriebe wie Fahrrad- oder KFZ-Werkstätten, Handyreparaturen, Schlüsseldienste etc. dürfen auch im Lockdown aufsperren. Außerdem Optiker und andere medizinische Händler und Dienstleister. Gärtnereien, die selbst produzieren, dürfen auch offen halten. Und natürlich Lebensmittelgeschäfte, Drogerien und Tankstellen.
  • Darf ich über den Karlsplatz ohne Maske laufen oder Rad fahren? Nein. An und für sich gilt die FFP2-Maskenpflicht an den genannten Orten immer, auch wenn man mit dem Fahrrad fährt. Ausnahmen gibt es allerdings, und sie orientieren sich an der aktuellen Covid-Verordnung: Die Maske muss wie üblich nicht von Kindern unter 14 (Kinder von 6 bis 14 tragen einen Mund-Nasen-Schutz), Schwangeren oder Personen, denen es aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, getragen werden. Wer meint, aus der Verordnung auch herauslesen zu können, dass die Maske bei der Ausübung von Sport nicht getragen werden müsse, irrt offenbar: Wer die betroffenen Plätze quert, egal ob beim Sport oder nicht, sowie mit dem Rad befährt, müsse die FFP2-Maske aufsetzen, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Grundsätzlich stellt sich natürlich die Frage, ob man nicht einfach an einem anderen Ort sporteln möchte.
  • Muss ich durch eine Bescheinigung nachweisen, dass ich auf dem Weg zur Arbeit bin oder dass ich nicht Home Office machen kann? Das Hinausgehen zum Arbeiten und für Ausbildungszwecke ist erlaubt, "sofern dies erforderlich ist."
  • Was gilt im privaten Auto? Sobald Personen aus verschiedenen Haushalten zusammen im Auto sitzen, ist das Tragen einer FFP2-Maske verpflichtend. Natürlich gilt darüber hinaus die 1+1-Regel, also mehr als zwei Haushalte dürfen auch im Auto nicht aufeinander treffen.

(Update am 1. April, 20.45 Uhr mit der Klarstellung aus dem Gesundheitsministerium zum Ausüben von Sport auf den Plätzen mit FFP2-Maskenpflicht.)

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