Maßnahmen gegen Coronavirus
Besuchsverbot in den 30 Häusern zum Leben

Im Haus Rosenberg gilt wie in den 29 anderen Häusern jetzt ein generelles Besuchsverbot
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In allen Häusern zum Leben wurde als eine große Sicherheitsmaßnahme ein behördliches Besuchs- und Kontaktverbot ausgesprochen.

WIEN. "Als größter Anbieter von Seniorenbetreuung in Österreich sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber der älteren Gesellschaft mehr als bewusst." schreibt man von Seiten der Häuser zum Leben und verkündet darüberhinaus rigorose Maßnahmen.

Neben Eingangskontrollen, die Absage aller Veranstaltungen und Erhöhung der Hygienestandards, wurde in den Häusern zum Leben bis auf Weiteres auch ein striktes Besuchs- und Kontaktverbot verordnet. Das Verbot ist unbedingt einzuhalten und dient dem Schutz der Bewohner und Mitarbeiter. Also zum Schutz aller die im Pensionisten-Wohnhaus leben und arbeiten.

„Wir haben uns schon mit dem Ausbruch der Infektionswelle des Coronavirus für den Ernstfall gerüstet und frühzeitig Maßnahmen für unsere Häuser ausgearbeitet, die bereits überall umgesetzt sind“, erklärt die Geschäftsführerin der Häuser zum Leben, Gabriele Graumann.

Aufgrund zweier positiv auf Covid-19 getesteten Mitarbeiter und Bewohner im Haus Hohe Warte im 19. Bezirk wurden die vorgesehenen Maßnahmen in allen Häusern zum Leben nochmal verschärft.

Kontakt-Verbot

Eine der wichtigsten Maßnahmen um die Senioren in den Häusern zum Leben vor dem Coronavirus zu schützen, ist das Besuchs- und Kontaktverbot. Vor allem Zu- und Angehörige sind aufgefordert sich unbedingt daran zu halten.

Was heißt das genau?

  • Niemand darf das Gelände betreten, mit Ausnahme der Mitarbeitern. Dies wird am Eingang streng kontrolliert. Mitarbeiter müssen sich beim Eingang identifizieren und ihre Temperatur messen lassen.
  • BewohnerInnen sollen zu ihrem eigenen Schutz und dem ihrer Mit-Bewohner in den Häusern keinen Kontakt mit Zu- und Angehörigen oder sonstigen externen Personen haben.
  • Dringender Appell an die Bewohner, sich nur am Gelände, also im Haus und im hauseigenen Garten, aufzuhalten. Alle Zu- und Angehhörigen werden gebeten dies zu unterstützen.

Natürlich sollen und können Zu- und Angehörige mit ihren Verwandten, Bekannten oder Freunden in den Pensionisten-Wohnhäusern Kontakt halten: zum Beispiel telefonisch oder über soziale Medien.

Zudem wird gerade daran gearbeitet, Bewohnern, die mit den modernen Medien nicht so vertraut sind, eine Möglichkeit der Videotelefonie (Skype/ Whats App) zu bieten.

Warum wurde das Besuchs- und Kontaktverbot verhängt?

Für alte und/oder immunschwache Menschen, sowie für Personen mit Vorerkrankungen, also zum Beispiel einer Herz- und Kreislaufproblematik, Diabetes oder Krebs, ist der Coronavirus besonders gefährlich. Sie zählen zur „vulnerablen Gruppe“, also zur Risikogruppe.

Heißt konkret: Wenn ältere Personen mit dem Covid-19 Virus angesteckt werden, besteht für sie ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder gar einer terminalen Erkrankung. Viele unterschätzen dieses Risiko!

Es gibt Ausnahmen:

Besuch für BewohnerInnen, die im Sterben liegen:

Eine Ausnahme des Besuchsverbots gibt es nur für Besucher von Bewohnern, die im Sterben liegen. Zu- und Angehörigen können ihre Liebsten in den letzten Stunden selbstverständlich begleiten.

Trotz der schwierigen Situation, die dringende Bitte: vorab unbedingt telefonisch an der Rezeption des jeweiligen Hauses melden, damit die MitarbeiterInnen eine Besuchsmöglichkeit organisieren können.

Soziales Leben im Haus

Um auch weiterhin sozialen Austausch zu ermöglichen werden von den Mitarbeitern der Häuser zum Leben verschiedenste Gruppenaktivitäten – im kleinsten Rahmen – angeboten.

Soziale Aktivitäten im kleinen Rahmen sind weiterhin möglich.
  • Soziale Aktivitäten im kleinen Rahmen sind weiterhin möglich.
  • Foto: Häuser zum Leben
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Beispielsweise Basteln, Singen, Handarbeiten, Kartenspielen oder auch nur gemeinsames Plaudern. Die Teilnahme ist selbstverständlich auf freiwilliger Basis, alle Hygienamaßnahmen müssen eingehalten werden: Genügend Abstand halten, Hände desinfizieren usw.


Frühstück, Mittagessen, Abendessen

Das gemeinsame Essen im Speisesaal wurde bis auf Weiteres eingestellt, auch der Marktplatz im Haus bleibt zu. Den Bewohner werden alle Mahlzeiten direkt in die Apartments geliefert.

Pflege und Betreuung

Die pflegerischen und betreuerischen Maßnahmen sind durch die Mitarbeiter des Hauses durchgehend sichergestellt. Es finden laufend Kontaktaufnahme und Kontrollen des psychischen und physischen Zustandes aller BewohnerInnen statt.

Aufgrund der personellen Situation kann es aber zur Reduktion von nicht unbedingt notwendigen Leistungen wie Vollbäder etc. kommen.

Informationen und Kontakt für Zu- und Angehörige: telefonisch an der Rezeption des jeweiligen Hauses. Hier finden Sie eine Lister aller Häuser zum Leben.
Die Rezeptionszeiten werden ausgeweitet: Montag bis Sonntag von 8 bis 20 Uhr.

Informationen werden zudem laufend auf der Webseite www.häuserzumleben.at sowie auf dem Facebook-Acoount HaeuserZumLeben bekannt gegeben.

Autor:

Ernst Georg Berger aus Hernals

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