Pilotprojekt
"Coole Straßen" gegen Hitzeinseln

Brigitte Hebein (Grüne), Franz Prokop (SPÖ), Marcus Franz und Susanne Wessely legten auch selbst Hand an. (v.l.n.r.)
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  • Brigitte Hebein (Grüne), Franz Prokop (SPÖ), Marcus Franz und Susanne Wessely legten auch selbst Hand an. (v.l.n.r.)
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An drei Orten in Wien wird derzeit die "coole Straße" getestet. Damit will man Hitzeinseln entgegenwirken.

WIEN. Erst kürzlich wurde von der Stadt eine Hitzekarte Wiens erstellt. Diese zeigt nicht nur wo die meisten Hitzepole sind, sondern auch wo besonders viele alte Menschen und Kinder leben. "Hitzewellen kommen immer öfter und länger. Die enorme Hitze belastet alle Menschen in Wien, aber Kindern und alten Menschen macht sie besonders zu schaffen“, so Vizebürgermeisterin und Klimaschutzstadträtin Birgit Hebein (Grüne).

Die Hitzekarte zeigt, dass vor allem Ottakring, Favoriten, Margareten und auch das Fasanviertel in der Landstraße von den Hitzepolen betroffen sind. Nun sollen die sogenannten "coolen Straßen" Abhilfe bei besonders stark betroffenen Viertel schaffen.

Was sind "coole Straßen"?

Bei den "coolen Straßen" handelt es sich um aktive Maßnahmen gegen Hitzepole. Bei dem Pilotprojekt werden dazu Straßen gesperrt, um sie in "kühle Oasen" zu verwandeln. Rollrasen werden verlegt, Topflanzen hingestellt und als angenehme sofortige Abkühlung ein Sprühdusche installiert. "Per App kann man diese dann steuern und z.b Intervalle einstellen. Das wird von den Mitarbeitern der MA 28 oder MA 42 gemacht" erklärt Stadt Wien Pressesprecher Daniel Böhm. Auch Sitzmöglichkeiten sollen zum Verweilen im Kühlen einladen.

Die "coole Straße" von Favoriten

Die Hardtmuthgasse von Alxingergasse bis Herzgasse wird Favoritens „Coole Straße“. der Bezirksvorsteher für den 10. Bezirk, Marcus Franz, freut sich: „In dicht verbauten Gebieten in Favoriten wird die Hitze für viele zur Belastung. Bisherige Maßnahmen wie das Parklet in der Kreta oder Sprühduschen am Reumannplatz haben positive Resultate erzielt. Deswegen begrüße ich als Bezirksvorsteher eine Ausweitung solcher Sofortmaßnahmen für die Anrainer.”

"Cool" in Ottakring

Im 16. Bezirk befindet sich die „coole Straße“ in der Hasnerstraße im Bereich der Habichergasse bis zur Haymerlegasse. „Maßnahmen zur Abkühlung sind wichtige Beiträge für mehr Lebensqualität in Wien. Mit Unterstützung der Stadt wurden gerade in Ottakring in den letzten Monaten vor allem am Johann-Nepomuk-Berger-Platz, der Neulerchenfelderstraße, rund um den Brunnenmarkt und im Gürtelbereich mehr als 80 Bäume gepflanzt", so Ottakrings Bezirksvorsteher Franz Prokop.

Landstraße wird ebenfalls "cooler"

Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Susanne Wessely aus dem 3. Bezirk freut sich über temporäre Abkühlungsmaßnahmen in der Kleistgasse im Bereich  Hegergasse bis Kölblgasse ebenfalls: „In Wien gibt es durch fast 1.000 Parkanlagen, 1.000 Trinkbrunnen und unzähligen Bäumen schon jetzt die Möglichkeit sich abzukühlen und zu entspannen. Als klimabewusste Stadt setzen wir mit diesem Pilotprojekt einen weiteren Schritt um der Hitze entgegenzuwirken.“

Vierwöchige Testphase

Ab sofort wird das Pilotprojekt vier Wochen lang getestet. "Die Testphase geht bewusst bis zum 5. September und somit auch in der ersten Schulwoche. So soll das ebenfalls mit einbezogen werden" erklärt Brigitte Hebein.
Nach den vier Wochen soll evaluiert werden, inwiefern die "coolen Straßen" angekommen sind und wie gut sie funktioniert haben. Eine temporäre Maßnahme bleiben sie dennoch. "Aber das ist auch nur ein erster Schritt. Weitere Überlegungen zu mehr Baumpflanzungen oder Außenrollos gibt es auch" erklärt Hebein.

Parkplatzproblem?

Eine weitere offene Frage sind aber trotzdem die Parkplätze, die durch die Sperre der "coolen Straßen" verloren gehen. In Ottakring sind es beispielsweise 28 an der Zahl.  Wo werden diese kompensiert?

Stadt Wien Pressesprecher Daniel Böhm und Ottakrings Bezirkschef Franz Prokop zeigen sich zurzeit jedenfalls zuversichtlich. "Im Sommer ist ohnehin weniger los mit den Autos" heißt es von Böhm und "bisher gab von der Anrainern keine Beschwerden" von Prokop.

Autor:

Naz Kücüktekin aus Hernals

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