FPÖ Wien
Dominik Nepp möchte blauer Wien-Linie treu bleiben

Nicht amtsführender Vizebürgermeister Dominik Nepp folgt auf Strache als Obmann der Wiener FPÖ.
  • Nicht amtsführender Vizebürgermeister Dominik Nepp folgt auf Strache als Obmann der Wiener FPÖ.
  • Foto: Markus Spitzauer
  • hochgeladen von Maximilian Spitzauer

Nachdem sich Heinz Christian Strache von seiner Politik-Karriere verabschieden musste, steht die Wiener FPÖ ohne Obmann da. Jetzt soll ihm der bisherige Vizebürgermeister Dominik Nepp folgen. "An uns führt bei der Wien-Wahl kein Weg vorbei", ist er überzeugt.

WIEN. Nach dem Ibiza-Skandal wird in der FPÖ umgeschlichtet. Vizekanzler und bisheriger FPÖ-Wien-Chef Heinz Christian Strache verlässt - unfreiwillig - die Politik, aber nicht die Partei. Gleich mit ihm geht auch Johann Gudenus, der wiederum die FPÖ verlässt. Mit Straches Abgang wird aber auch der Posten des blauen Parteichefs in Wien frei.

Jetzt soll ihm Dominik Nepp, bisheriger nicht amtsführender Vizebürgermeister, folgen. Am Montag wurde die Nachfolge bekannt - die erste Pressekonferenz des designierten Landesparteiobmanns folgte am Dienstag.

Wie geht es mit der Wiener FPÖ weiter?

"Es waren für mich sehr nachdenkliche Stunden", eröffnet Nepp die Konferenz. Mit Strache verbinde ihn ja nicht nur ein langer politischer Weg, sondern auch eine Freundschaft, "und daran werden auch die jüngsten Vorfälle nichts ändern", so Nepp. Für ihn sei so etwas immer noch unerklärlich.

Für die Zukunft möchte Nepp den erfolgreichen Weg der Wiener FPÖ weiterverfolgen und weiterhin die freiheitliche Linie fahren. Die Themen bleiben klassisch: "Eine Politik für Wiener, die sich von Rot-Grün im Stich gelassen fühlen", sagt Nepp. Auch gegen die "Islamisierung der Stadt Wien" möchte man konsequent vorgehen und für mehr Sicherheit sorgen. "Bei der Wien-Wahl führt kein Weg an uns vorbei", sagt der Vizebürgermeister.

Dass er nur als Stellvertreter von Strache das Amt übernimmt streitet Nepp ab: "Heinz Christian Strache hat klar gesagt, dass er sich aus allen politischen Funktionen zurückzieht."

Fürs Erste möchte man als Wiener FPÖ die Spitzenkandidaten für die kommenden Wahlen unterstützen. Als erstes steht die EU-Wahl mit Spitzenkandidat Harald Vilimsky an. "Wir möchten unsere Spitzenkandidaten als Wiener FPÖ unterstützen", so der designierte Obmann.

SOS Mitmensch warnt vor Nepp

Schon vor seiner ersten öffentlichen Stellungnahme schlägt die Initiative SOS Mitmensch Alarm. "„Mit Nepp wird eine Nachwuchshoffnung der mit Neonazis und Holocaustleugnern sympathisierenden 'Aula' an die Spitze der Wiener FPÖ befördert", so Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch. Das sollen die Recherchen der Initiative ergeben haben. Nepp sei darüber hinaus, so wie auch Johann Gudenus, Mitglied der deutschnationalen schlagenden Burschenschaft Aldania Wien.

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