Prognose bis 2080
Frauen werden länger arbeiten

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Künftig werden in Österreich deutlich mehr über 55-Jährige auf dem Arbeitsmarkt sein, so die Prognose von Statistik Austria für das Jahr 2080. Das Arbeitskräfteangebot wird insgesamt aufgrund von Zuwanderung und steigender Erwerbsbeteiligung steigen, vor allem der Anteil an arbeitenden Frauen erhöht sich dramatisch.

ÖSTERREICH. Laut aktueller Erwerbsprognose von Statistik Austria wächst die Zahl der Erwerbspersonen bis 2050 um 4 Prozent.  Aktuell sind 4,58 Mio. Personen am Arbeitsmarkt,  2030 sollen es schon 4,71 Mio. sein, ein Plus von drei Prozent, und 2050 schließlich 4,75 Mio. BIs 2080 sind keine nennenswerte Zuwächse zu erwarten: Die Zahl stagniert bei 4,77 Mio. Erwerbstätige. 

In Zukunft werden mehr Alte arbeiten

Konrad Pesendorfer von Statistik Austria: "Die höhere Erwerbsbeteiligung  ist vor allem im Alter von über 55 Jahren zu verzeichnen." Er erklärt das damit, dass einerseits  die Erwerbsbeteiligung in jüngeren Altersgruppen aufgrund zunehmender weiterführender Bildungsbeteiligung sinkt.  Andererseits gibt's Veränderungen im Pensionsrecht, wie etwa der Angleichung des Pensionsantrittsalters der Frauen an das der Männer, und der Heranführung des faktischen an das gesetzliche Pensionsalter.

Jungen arbeiten weniger

Im Detail soll die Zahl der 15-bis 34-jährigen Erwerbspersonen künftig sinken, und zwar von derzeit 1,59 Mio. auf 1,48 Mio. im Jahr 2030. Ab 2035 ist bei dieser Gruppe aufgrund geburtenstärkerer Jahrgänge wiederum ein leichter Anstieg zu erwarten. Im Haupterwerbsalter von 35 bis 54 Jahren bleibt die Zahl der Erwerbspersonen von 2,25 Mio. über den gesamten Prognosezeitraum hinweg relativ konstant zwischen 2,2 und 2,3 Mio.

Dramatischer Anstieg bei 55-Jährigen

Ein deutlicher Anstieg wird hingegen in der Gruppe der über 55-jährigen Erwerbspersonen prognostiziert, hier nimmt die Zahl zwischen 2018 und 2030 von 0,74 Mio. auf 0,97 Mio. (plus 32 Prozent) und bis 2050 gar um rund die Hälfte auf 1,08 Mio. zu. Der Anteil der älteren Erwerbspersonen ab 55 Jahren steigt somit bis 2050 von 16 Prozent auf 23 Prozent, jener der unter 35-Jährigen sinkt gleichzeitig von 35 Prozent auf 32 Prozent. Der Anteil der Erwerbspersonen im Haupterwerbsalter geht in diesem Zeitraum von 49 Prozent auf 46 Prozent zurück.

Mehr Frauen werden länger arbeiten

Der Anteil der Frauen an den Erwerbspersonen lag 2018 bei 46 Prozent. Pesendorfer: "Bis 2040 steigt er auf 49 Prozent und bleibt dann auf diesem Niveau konstant. Dafür ist die steigende Erwerbsbeteiligung der Frauen im Haupterwerbsalter sowie insbesondere im Alter von 55 bis 64 Jahren verantwortlich." Die allgemeine Erwerbsquote der 15- bis 64-jährigen Bevölkerung lag 2018 bei 76,2 Prozent. "Die erwartbaren Veränderungen in der altersspezifischen Erwerbsbeteiligung lassen die allgemeine Erwerbsquote bis zum Jahr 2030 auf 79,7 Prozent und bis 2050 auf 82,0 Prozent steigen", erklärt der Experte.

Zuwachs in Wien, Rückgänge in Kärnten, Steiermark

In Österreich wird die Zahl der Erwerbstätigen bis 2050 um 4 Prozent zu.nehmen. Der stärkste Zuwachs ist  in Wien zu erwarten, mit  einem Plus von 14 Prozent. Nach 2020 werden mehr als eine Million Erwerbspersonen in der Bundeshauptstadt wohnhaft sein. In Niederösterreich wird der künftige Anstieg der Erwerbspersonen mit  einem Plus von nur 5 Prozent bloß etwa einem Drittel des Wiener Anstiegs entsprechen. Die Zuwächse aller anderen Bundesländer liegen ganz klar unter dem Bundestrend von 4 Prozent: In der Steiermark etwa ist ein Minus von drei Prozent prognostiziert, dramatisch die Zahlen in Kärnten, mit 10 Prozent weniger Erwerbspersonen bis 2050.

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Autor:

Anna Richter-Trummer aus Wien

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