Träum dein Wien
Gratis-Proberäume für Musiker

Sophie Brandl träumt von kostenlosen Proberäumen für alle, Aleksey Igudesmans App "Music Traveler" ist dafür ein Türöffner.
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  • Sophie Brandl träumt von kostenlosen Proberäumen für alle, Aleksey Igudesmans App "Music Traveler" ist dafür ein Türöffner.
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Was kann, soll und wird sich in Wien ändern? Das wollte die bz-Initiative „Träum dein Wien“ von den Wienern wissen. Mehr als 1.000 Träume wurden für „Träum dein Wien“ eingesendet – einer davon ist von Sophie Brandl.

WIEN. Sophie Brandl ist ein musikalisches Multitalent. "Angefangen habe ich mit Blockflöte, dann habe ich Klavier gelernt und mir selbst Gitarrespielen beigebracht. Seit meinem siebten Lebensjahr tanze ich. Ach ja, seit einigen Jahren singe ich auch und spiele Ukulele", sagt sie und setzt sich ans Klavier. "Mein Traum ist es, jederzeit und überall kostenlos üben zu können."

Wien ist die Welthauptstadt der Musik, aber Musiker haben es meist nicht leicht: Proberäume sind schwer zu finden und wenn nicht gerade ausgebucht, dann oft teuer. Wer wie Brandl ein E-Piano zu Hause hat, tut sich leichter, aber häufig bekommt man bei täglichem Üben Probleme mit den Nachbarn. "Nicht üben zu können, ist wie Brot ohne Butter: Das macht einfach keinen Spaß", sagt der Traumpate Aleksey Igudesman. Er ist nicht nur Geiger, Komponist, Dirigent und Schauspieler, sondern auch Betreiber der App "Music Traveler" (www.musictraveler.com), mit der man weltweit freie Proberäume suchen und mieten kann. "Damit bieten wir Amateur- und Profimusikern ein Konzept, um Musik in ihr Leben zu lassen", so Igudesman. "Denn Musik zu machen, unterscheidet uns von allen anderen Spezies und ist gut für die Seele."

Gratis-Proberäume groß und klein

Von Klavierzimmern über Aufnahmestudios bis zu Ballsälen für Orchester kann man auf "Music Traveler" alles mieten, wovon Musiker träumen. "Oft gibt es in den Übungsräumen auch In-strumente – vom Schlagzeug bis zum Bösendorfer-Flügel", sagt Igudesman. "Wie viel kosten die Proberäume?", fragt Brandl. "Das fängt bei etwa fünf Euro pro Stunde für ein Klavierzimmer an und reicht bis zu über 100 Euro für ein Tonstudio. Für Ballsäle muss man natürlich mehr veranschlagen", antwortet Igudesman.

"Gibt es auch kostenlose Proberäume für Leute, die Musik lieben, aber wenig Geld haben?", möchte Brandl wissen. "Ganz umsonst sollten die Proberäume nicht sein, dann fehlt es oft an Wertschätzung. Außerdem ist im Mietpreis immer eine Versicherung dabei", räumt Igudesman ein. "Wir haben aber die Idee einer Stiftung, die die Kosten übernimmt. So könnten noch viel mehr Leute erleben, wie gut man sich beim Musizieren fühlt", ergänzt er. "Schließlich gibt es in der Musik nicht nur Superstars, sondern genug Amateure, die nicht nur ‚Alle meine Entchen‘ spielen wollen. Music Traveler ist für all jene, die sich für Musik begeistern."

Gemeinsam werden Träumerin Brandl und Traumpate Igudesman in der Traumwerkstatt am 28. März Ideen dazu ausarbeiten, wie man diesen Traum wahr werden lassen kann.

Einladung zur Traumwerkstatt

Am Samstag, 28. März, findet von 9 bis 12 Uhr die Traumwerkstatt in der Ottakringer Brauerei statt. All jene, die an der Realisierung der Träume der Wiener mitarbeiten wollen, sind herzlich eingeladen. Einfach bis 20. März online unter meinbezirk.at/traumwerkstatt verbindlich anmelden. Die Teilnahme an der Traumwerkstatt ist kostenlos.

Zur Sache: Träum dein Wien

Mehr als 1.000 Träume wurden im Rahmen der bz-Initiative "Träum dein Wien" eingesendet. Unter Federführung des Vorsitzenden des Traumrats, Ali Mahlodji, werteten die Teilnehmer – ein Gremium aus Meinungsbildnern, Entscheidungsträgern, Experten und Träumern – die finalen Träume aus. Diese Träume – darunter auch Sophie Brandls Wunsch nach kostenlosen Proberäumen für alle – werden in den nächsten Monaten in Wiener Traumwerkstätten ausgearbeitet und in weiterer Folge umgesetzt. Alle Infos auf www.träumdeinwien.at

Autor:

Mathias Kautzky aus Hietzing

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