Neues Buch
Harry Gatterer macht sich die Welt

Harry Gatterer blickt stets weit voraus.
  • Harry Gatterer blickt stets weit voraus.
  • Foto: Harald Eisenberger
  • hochgeladen von Mathias Kautzky

"Ich mach mir die Welt" heißt das aktuelle Buch des Zukunftsforschers Harry Gatterer.

WIEN. "Als Zukunftsforscher war mir stets klar, dass wir in unserer hochvernetzten Welt immer mit einer Krise rechnen müssen, die globale Auswirkungen hat", sagt Autor und Zukunftsforscher Harry Gatterer. Obwohl er sich seit Jahrzehnten beruflich mit der Zukunft beschäftigt – Gatterer betreibt gemeinsam mit Zukunftsforscher Matthias Horx das Zukunftsinstitut am Rudolfsplatz in der Inneren Stadt –, konnte auch er den Coronavirus und seine Auswirkungen auf die Welt nicht vorhersagen.

Trotzdem kommt sein Buch "Ich mach mir die Welt", in dem sich natürlich auch alles um die Zukunft dreht, erstaunlicherweise zum idealen Zeitpunkt heraus: "Die Coronakrise ist ein Zeitpunkt, wie er nicht oft vorkommt: Plötzlich verändert sich alles radikal, dadurch verändert sich auch die Zukunft." Sie wird als Vorstellung oder Möglichkeitsraum beschrieben: "Jeder kreiert seine eigene, wie eine Malerin eine weiße Leinwand vor sich hat oder ein Regisseur einen Film inszeniert. Wir können unser Leben frei gestalten", sagt Gatterer.

Die Zukunft selbst in die Hand nehmen

Man solle daher keinen Prognosenanbietern vertrauen, sondern das Leben und damit die eigene Zukunft selbst in die Hand nehmen: "Es gibt etwa unzählige Wetter-Apps, wir kennen das aus dem Alltag: 'Welche Wetter-App benutzt du?' 'Ah, die von ... die kannst du vergessen. Meine kommt aus der Formel 1.' 'Meine kommt aus der Landwirtschaft, die müssen das ganz genau wissen.' Wir sind permanent von Prognosen umgeben und können die Zukunft gerade deswegen kaum noch deuten."

Um die Zukunft selbst zu gestalten, brauche man aber Werkzeuge, "mit denen man Zusammenhänge neu betrachten kann und die uns zu einer guten Beziehung mit uns selbst hinführen." Gatterer empfiehlt etwa, "wie ein Künstler immer wieder einen Schritt zurück zu machen, um das ganze Bild zu sehen." Dadurch erkenne man, an welchen Stellen man etwas verändern kann und damit auch, wo Potenzial liegt und wo man Leidenschaft entwickeln könne. "Distanzierte Leidenschaft" nennt er dieses Werkzeug. 

Mit der Zukunft anfreunden

Dass die Österreicher ein Volk seien, dass "voll Zuversicht in die Vergangenheit blickt", lautet ein bekanntes Zitat. Ob ein positiv-gestaltender Blick auf die Zukunft in Österreich eher unpopulär sei? "Viele hadern mit der Zukunft, weil sie die Vergangenheit verklären: 'Damals ist es mir gut gegangen, das kann ja unmöglich für immer so bleiben'", erklärt der Autor. "Über die Zukunft weiß niemand etwas Genaues. Was man aber tun kann ist, sich mit der Zukunft anzufreunden. Zukunft ist nichts anderes als die Vorstellung einer Zeit, die noch nicht da ist. Und für die eigenen Vorstellungen ist man selbst verantwortlich", so Gatterer. "Man kann aus der Zukunft das Gute und Neue herausholen, oder zu ihrem Opfer werden. Das Geheimnis einer geglückten Zukunft liegt nur in uns selbst", sagt der Autor zum Schluss.

"Ich mach mir die Welt" von Harry Gatterer ist um 22 Euro in Buchhandlungen erhältlich.

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