Immer mehr Carsharing-Nutzer und mehr Angebot in Wien

700 DriveNow-Autos gibt es nun auf den Wiener Straßen.
  • 700 DriveNow-Autos gibt es nun auf den Wiener Straßen.
  • Foto: DriveNow
  • hochgeladen von Christine Bazalka

WIEN. Nicht nur die quietschgelben Fahrräder vermehren sich derzeit auf Wiens Straßen rasant. Auch die Anzahl der Carsharing-Autos, also jener Fahrzeuge, die man gegen Gebühr stundenweise nutzen kann, steigt. DriveNow, das Unternehmen, das derzeit 500 Autos in Wien anbietet, stockt auf 700 auf.

Die Erweiterung der Flotte, so das Unternehmen, sei eine Reaktion auf die steigende Nachfrage und die steigenden Kundenzahlen. Die Zahl der Mitglieder sei im vergangenen Jahr um über 30 Prozent gewachsen. 88.000 Menschen sind bei DriveNow angemeldet. Beim größten Konkurrent Car2Go sind es derzeit laut einem Sprecher noch mehr: Das Unternehmen hat in Wien 135.000 Nutzerinnern und Nutzer, die sich etwa 700 Autos teilen. Auch hier weisen die Zahlen nach oben: "Die Anzahl unserer Kunden ist im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent angestiegen", heißt es. Auch den Vergleich mit Deutschland, wo Car2Go in vielen Städten vertreten ist, braucht Wien nicht zu scheuen: In Stuttgart gibt es 500 Car2Go-Autos, in Berlin 1.100.

Geparkt werden kann überall, aber nicht in ganz Wien

DriveNow und Car2Go sind jene Anbieter, deren Fahrzeuge man nicht nach der Nutzung an einen bestimmten Parkplatz zurückbringen muss. Das heißt: Innerhalb des Geschäftsgebietes kann an allen legalen, öffentlichen Parkplätzen geparkt werden, der nächste Nutzer erfährt via App, wo genau in seinem Umkreis ein Auto frei ist. Dass diese Geschäftsgebiete nicht ganz Wien umfassen, war in der Vergangenheit kritisiert worden. Bei Car2Go ist das Gebiet 97 Quadratkilometer groß und auf die Innenstadt und die dichter besiedelten Teile der Randgebiete konzentriert. In Floridsdorf und Donaustadt dürfen die Autos in großen Teilen nicht geparkt werden. Das Geschäftsgebiet von DriveNow misst 101 Quadratmeter, die inkludierten Gebiete ähneln jenen von Car2Go. Außerderm kann man DriveNow-Autos auch am Flughafen abstellen.

Die Nützung von Car2Go ist aktuell günstiger, weil mit sehr vielen Smarts auch kleinere Autos den Großteil der Flotte stellen. DriveNow verändert aber seine Tarife so, dass längere Nutzung in Zukunft günstiger ist. Der Preis wird außerdem an die tagesaktuelle Nachfrage angepasst. DriveNow, das eine Kooperation zwischen BMW und Sixt ist, hat BMW und Mini sowie - derzeit als einziger Anbieter - mit dem BMW i3 auch Elektroautos im Angebot.

Der Anbieter ZipCar, der Mietautos an fixen Standorten bereitgestellt hat, hat sich indessen ja mit August aus Wien zurückgezogen. Ein Nachfolger wurde aber bereits gefunden: Stadtauto will bis Frühjahr 2018 70 Hybridfahrzeuge anbieten. Derzeit gibt es schon 15, die an Parkplätzen in der Innenstadt und den Westbezirken gebucht werden können.

Hintergrund:

Bericht:Stadtauto wird Nachfolger für ZipCar
Bericht: Car2Go und DriveNow auf der Überholspur
Bericht: Car2Go auch am Stadtrand gefordert

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen