Black Friday 2019
Kriminelle nutzen Hype: So könnt ihr euch schützen

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Am 29. November ist Black Friday – der jährliche Höhepunkt für Schnäppchenjäger. Hohe Rabatte und verlockende Angebote versprechen eine Menge Ersparnis, doch Vorsicht ist geboten!

ÖSTERREICH. Ziemlich eindeutig sind die Einkaufspräferenzen der Österreicher am Black Friday, der heuer auf den 29. November fällt. Laut Statista gaben Österreicher am Black Friday zuletzt im Schnitt 185 Euro für Elektronik-Güter aus, 80 Euro für Bekleidung und ebenso 80 Euro für Sportartikel. 

Trend zum Shopping via Smartphone

Ebenso eindeutig ist der Trend zum Shopping via Smartphonespeziell bei der Generation der 16- bis 24jährigen: Laut einer Studie von Paysafe kaufen 46% der heimischen Generation Z öfter über das Smartphone ein als auf anderen Geräten.

Präferenz hängt vom Alter ab

Unter den österreichischen Millennials (25-39 Jahre) sinkt diese Rate auf 35%, und in der Generation X (40-54 Jahre) shoppen lediglich 21% der Österreicher mobil. Bei Menschen ab 55 fällt dieser Wert dann auf nur mehr 5% ab.

Trügerische Angebote

Auch Kriminelle nutzen gezielt den Hype  und stellen Fallen. „Damit sich die Einkäufe auch wirklich lohnen, haben wir hilfreiche Informationen parat“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. So schützen etwa gezielte Preisvergleiche vorab vor unerwarteten Überraschungen.

Preise vergleichen

Die AK Niederösterreich rät, sich schon vorab über jene Produkte zu informieren, die man gerne kaufen möchte: „Vergleichen Sie die Preise mit Preis-Suchmaschinen, wie beispielsweise geizhals.at oder idealo.at. Kennen Sie die üblichen Preise, können Sie wirkliche Schnäppchen ergattern", sagt AK-Konsumentenschützer Michael Dunkl. Keinesfalls sollte man sich von vermeintlich nur kurzfristig verfügbaren Superpreisen zum übereilten Kauf verleiten lassen. Was man unbedingt im Hinterkopf behalten sollte: Die großzügigen Rabatte gehen oft nicht vom Marktpreis aus, sondern vom unverbindlichen Herstellerrichtpreis (UVP). Hierbei ergeben sich oft erhebliche Preisunterschiede, weil der UVP zumeist deutlich über jenen Preisen liegt, die dann tatsächlich im Handel dafür bezahlt werden.

Achtung, Fakeshops

Die Schnäppchenjagd wird verstärkt auch von Kriminellen genutzt. Über Fakeshops werden günstige Preise geboten, für die Ware wird per Vorauskasse bezahlt – aber die bestellten Produkte werden nie geliefert. Möchte man den Verkäufer kontaktieren, sind die Seiten oft schon nicht mehr auffindbar. „Werden Markenprodukte zu auffällig günstigen Preisen angeboten, ist Vorsicht geboten", so Wieser. Man sollte hier unbedingt einen Blick ins Impressum werfen. Nur weil eine Webseite auf .de oder .at endet, bedeutet das nicht, dass sie aus diesem Land stammt und deshalb seriös ist. Oft kommen die Anbieter z. B. aus dem asiatischen Raum. „Gefälschte Markenware wird dann meist vom Zoll einbehalten oder es können dem Kunden noch zusätzliche Zollgebühren verrechnet werden. Auch die Rückgabe bestellter Waren ist häufig sehr aufwendig oder gar nicht möglich“, sagt Konsumentenschützer Dunkl.

Hilfreiche Tipps:

  1. Am sichersten ist Kauf auf Rechnung. Von Vorkasse ist abzuraten.
  2. Beim Bezahlen mit Kreditkarten achten Sie auf eine verschlüsselte Verbindung.
  3. Haben Sie ein Schnäppchen ergattert, sind aber nach Erhalt mit der Ware unzufrieden, können Sie binnen 14 Tagen ab Erhalt vom Vertrag zurücktreten. Aber Achtung: Das gesetzlich verankerte Rücktrittsrecht gilt nicht bei jedem Kauf und nur bei Onlineshops innerhalb der EU.
  4. Werfen Sie einen Blick ins Impressum: Dort sehen Sie, wo der Händler seinen Sitz hat.
  5. Auf watchlist-internet.at finden Sie aktuelle Fallen und Fakeshops. Am besten gleich die neue Watchlist-App auf dem Handy installieren!
  6. E-Commerce Gütezeichen helfen, einen seriösen Webshop zu finden: guetezeichen.at
  7. Prüfen Sie vorhandene Gütezeichen des Webshops immer mit einem Klick auf das Gütezeichensymbol. Öffnet sich keine Bestätigung des Zertifikats, ist es gefälscht.
  8. Hilfe gibt's auch bei der AK Konsumentenberatung unter T 057171-23000



Österreichisches Start-up ruft zum 'Green Friday' statt 'Black Friday'

"Wir finden, es ist an der Zeit, auch beim Kauf von Handys, Laptops & Co Verantwortung zu übernehmen. Mit dem ,Green Friday', also dem bewussten Einkaufen von nachhaltigen Produkten, hat es jeder Konsument selbst in der Hand, wie groß sein ökologischer Fußabdruck ausfallen wird“, so der Co-Founder von refurbed, Peter Windischhofer. Gemeinsam mit Kilian Kaminski und Jürgen Riedl gegründete er das österreichische Unternehmen refurbed.at, das elektronische Produkte - wie etwa Handys oder Laptops - vollständig erneuert wiederverkauft.  Statt zum 'Black Friday' rufen sie den 'Green Friday' aus: Umweltbewusste Schnäppchenjäger erhalten hier vollständig erneuerte Markengeräte, die zwar um bis zu 40 Prozent günstiger, aber um 100 Prozent nachhaltiger sind als Neugeräte. Die Garantie beträgt mindestens zwölf Monate, zudem wird für jedes verkaufte Gerät ein Baum gepflanzt.

"Giving Friday" statt "Black Friday"

Als Gegenstück zum aus den USA kommenden „Black Friday“ begeht dm drogerie markt heuer zum zweiten Mal den „Giving Friday“: Prozente gibt es am 29. November auch hier, allerdings in Form einer Spende in der Höhe von 5 Prozent des Tagesumsatzes. In diesem Jahr wird mit den gesammelten Erlösen die von dm im Jahre 2009 gegründete „babybeihilfe“ unterstützt werden. Auf diesem Weg hilft das Unternehmen seit über zehn Jahren bedürftigen Familien und setzt in Partnerschaft mit Caritas und aktion leben ein Zeichen gegen die wachsende Familienarmut in Österreich.

Zwei Millionen Windeln für Familien in Not

 Eine Million Stück Babywindeln wurden jährlich zur Verfügung gestellt. „In Folge des Giving Friday werden wir diese Anzahl in den kommenden zwölf Monaten auf zwei Millionen Babywindeln verdoppeln“, kündigt Harald Bauer an. Die über Caritas und aktion leben ausgegebenen Gutscheine können in allen österreichischen dm Filialen jederzeit eingelöst werden.

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Autor:

Anna Richter-Trummer aus Wien

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