Stadtwanderweg 1
Mit Ausblick und Weingenuss

Beim Heurigen Hirt auf dem Stadtwanderweg 1. Streckenlänge: rund elf Kilometer, Gehdauer: etwa drei Stunden.
  • Beim Heurigen Hirt auf dem Stadtwanderweg 1. Streckenlänge: rund elf Kilometer, Gehdauer: etwa drei Stunden.
  • Foto: Heuriger Hirt
  • hochgeladen von Mathias Kautzky

Einen weiten Blick über Wien hat man auf dem Stadtwanderweg 1, der von Nussdorf auf den Kahlenberg führt.

WIEN. Die Endstation des D-Wagens in Nussdorf ist der Beginn des Stadtwanderwegs 1. Im19. Jahrhundert führte eine Zahnradbahn hinauf auf den Kahlenberg. Heute marschiert man zu Fuß über die nach ihr benannte Gasse bis zum Beethovengang. Der Komponist liebte Wien und besonders Nussdorf: In seinem Leben ist er rund 68-mal umgezogen, oft in verschiedene Häuser in der Gegend rund um sein Denkmal, an dem man vorbeikommt.

Der Weg wird nun steiler, aber auch schöner: Rechter Hand kommen erste Weingärten ins Blickfeld. Es wäre nicht Wien, gäbe es an einem malerischen Ort wie diesem keinen Friedhof: Auf dem Heiligenstädter Friedhof ist Prominenz von Udo Proksch über Ödön von Horváth bis Niki Lauda begraben. Wer ein Glaserl auf diese Berühmtheiten trinken möchte, hat in Buschenschanken und Heurigen entlang des Wildgrubwegs Gelegenheit dazu – auch in der Wildgrube 48, wo man in Hängematten mit einem Waldmeisterspritzer in den Döblinger Himmel schaukeln kann. Der Weiterweg führt hinauf zur Sulzwiese, der der Autor Thomas Bernhard mit "Claus Peymann und Hermann Beil auf der Sulzwiese" ein literarisches Denkmal gesetzt hat. Wer mehr auf handfesten Genuss setzt, ist hingegen im Bistro der Nonnen des Schönstatt-Zentrums richtig: Dort gibt es wieder Wein und sogar einen Spielplatz. Mit Kindern kann man von hier einen Umweg über den Cobenzl machen, um die Bauernhoftiere auf dem dortigen Landgut zu besuchen.

Der Gipfel des Kahlenbergs

Nächstes Etappenziel ist der 165 Meter hohe Rundfunksender Kahlenberg, der seit 1965 viele Fernseh- und Radiosender im Programm hat. Etwas versteckt in seinem Schatten steht die 131 Jahre alte Stephaniewarte, die man an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ab der Mittagszeit auch besteigen kann.

Nun kann man einen Abstecher in den Waldseilgarten machen und sich dort von Baum zu Baum schwingen – oder gleich in die Josefinenhütte einkehren: Von ihrem Gastgarten überblickt man die Elisabethwiese, auf der sich die Kinder austoben können. Einkehren kann man hier ruhig ausgiebiger, denn ab jetzt geht es nur mehr bergab: In der Eisernenhandgasse geht man auf einem Umweg am Anwesen des früheren Wiener Nachtklubkönigs auf dem nach ihm benannten Heinz-Werner-Schimanko-Weg vorbei. Hoch über der Donau kann man beim Heurigen Hirt im Liegestuhl dann auf ihn anstoßen. Alternativ biegt man gleich in die Kahlenberger Straße ein: Sie führt direkt zum Heurigen Kierlinger, der für klassische Wiener Gemütlichkeit und Geselligkeit bekannt ist. "Der Gast ist König", heißt es dort. Genauso fühlt man sich dann auch, wenn man auf dem Weg hinunter nach Nussdorf durch prachtvolle historische Torbögen schreitet. Durch die Eichelhofstraße und die Bockkellergasse geht es zurück zur Straßenbahn, wo sich die Runde des Stadtwanderwegs 1 schließt.  Alle weiteren Infos zum Stadtwanderweg 1 finden sie hier. Die Wanderung eignet sich auch für Mountainbikes und geländegängige Kinderwägen.

Auch der Stadtwanderweg 2 hat so einiges zu bieten. Die bz hat sich die Wanderschuhe angezogen und ist von Sievering losgewandert.

Hier geht es zum detaillierten Bericht über den Stadtwanderweg 3, der von Neuwaldegg auf das Hameau führt.

Autor:

Mathias Kautzky aus Hietzing

Webseite von Mathias Kautzky
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