Unterricht trotz Corona
Online-Plattform "GoStudent" unterstützt Schüler und Lehrer

Fades Lernen daheim war gestern: GoStudent macht's mit dem virtuellen Klassenzimmer möglich.
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Die grauen Zellen im virtuellen Klassenzimmer trainieren: "GoStudent" macht's möglich. Lehrer können dort ihren Unterricht unkompliziert online fortsetzen. Kinder und Jugendliche wiederum bekommen die Chance, in der schulfreien Zeit Gelerntes zu wiederholen.

WIEN. Live-Streams zum Online-Lernen sprießen in Zeiten der Corona-Krise fast täglich aus dem Boden, aber ein virtuelles Klassenzimmer bietet bisher nur "GoStudent" an: Das 35-köpfige Team rund um die ehemaligen Betriebswirtschaft-Studenten Gregor Müller und Felix Ohswald setzt dabei in Sachen Hilfe nämlich bei Lehrern, Schülern und Eltern gleichermaßen an.

Das Angebot: "Einerseits können Lehrer ihren Unterricht in dieser außergewöhnlichen Zeit über unsere Plattform fortführen. Andererseits Online-Einzelunterricht – oder in kleinen Gruppen – mit unseren eigenen Lehrern, um während der schulfreien Zeit Schwächen auszubessern und bereits Gelerntes zu wiederholen", so Gregor Müller.

Engagement von Lehrern in der Corona-Krise

Entstanden ist die Idee zu "GoStudent" bereits vor vier Jahren. Aus dem damaligen Hausaufgaben-Chat mit immerhin bis zu 150.000 Nutzern pro Monat ist jetzt durch die Corona-Krise eine ganze Plattform entstanden. Das "virtuelle Klassenzimmer" wurde auf Initiative von betroffenen Lehrern gegründet: "Viele sind wichtige Ansprechpersonen für die Eltern, gleichzeitig aber auch überfordert mit dieser Situation. Das Engagement ist aber groß, die Kids auch abseits des Klassenzimmers weiter zu betreuen. Whats-App-Gruppen und Übungszettel reichen aber den meisten nicht aus", so Müller.

Statt einseitigem Live-Stream wird daher richtiger Unterricht auf "GoStudent" angeboten: Die Schüler sehen sich alle in kleinen Fenstern, es gibt einen Button zum virtuellen Aufzeigen, Extraräume für Arbeitsgruppen und auch die Möglichkeit, den eigenen Screen etwa für Präsentationen zu sharen. Wann welche Einheit stattfindet, darüber werden die Schüler per Link aufs Handy informiert. Die gute Nachricht für Eltern: Das Angebot ist gratis, gestrebert werden kann außerdem ganz ohne Aufsicht von Mama und Papa. "Jeder 12-Jährige kann alleine einsteigen", sagt Müller.

Gemeinsam Quizzen statt sturem Lernen

60 Lehrer haben sich bisher für die Initiative gemeldet, die ersten zehn haben die 40-minütige Online-Einschulung bereits absolviert. Wer auch mitmachen will, braucht lediglich ein Internet-Device wie Laptop oder Stand-PC mit einer Web-Cam. Kosten: 20 Euro pro Monat für die Tools, die GoStudent zur Verfügung stellt. Beschränkungen betreffend Schulstufen und Fächer gibt's übrigens keine: Von Chemie bis Französisch, Mathe und Physik ist alles im Angebot.

Müllers Tipps für Eltern, deren Nachwuchs noch nicht ganz so begeistert ist vom Lernen außerhalb der Schule: "Man muss diese Zeit als Chance sehen, um Schwächen in bestimmten Fächern auszugleichen." Wer seinem Kind Einzel-Unterricht bieten möchte, ist auf GoStudent mit rund 20 Euro pro 50-minütiger Einheit dabei, die erste Probestunde ist gratis. Ansonsten gilt: kreativ werden beim Lernen zu Hause. "Stures Lernen und dabei vor einem dicken Buch zu sitzen, macht niemanden Spaß. Vor allem da es daheim doch sehr viel Ablenkung gibt. Lieber auf Apps setzen, um spielerisch zu lernen oder auch mal am Abend gemeinsam ein Quiz machen. Da lernt dann gleich die ganze Familie was dabei."

Autor:

Andrea Peetz aus Wien

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