Jetzt fordert Bürgerbewegung
"Retten wir die Bienen und Bauern"

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"Bienen und Bauern retten!", das ist das maßgebliche Ziel einer aktuellen europäischen Bürgerbewegung mit tatkräftiger österreichischer Unterstützung. Ebenso kämpft man darum, Bauern und Bäuerinnen beim Umstieg auf eine umweltfreundliche Landwirtschaft zu helfen sowie  Pestizide bis 2035 ganz aus dem Verkehr gezogen zu haben.

ÖSTERREICH. In Österreich haben sich neben GLOBAL 2000 unter anderem die Österreichische Berg- und Kleinbäuerinnen Vereinigung, die Biene Österreich, der Österreichische Erwerbsimkerbund und die Ärzte für eine gesunde Umwelt (AEGU) der Initiative angeschlossen. Unterstützt wird die Initiative bereits von mehr als 90 Organisationen aus 17 EU-Ländern, darunter Verbände aus der Imkerei, der Landwirtschaft sowie Organisationen aus dem Gesundheits- und Umweltbereich.

Wollen pestizidfreie Zukunft

„Nur eine nachhaltige, pestizidfreie Landwirtschaft kann die Nahrungsmittelversorgung jetziger und zukünftiger Generationen sicherstellen und Antworten auf die wachsenden Herausforderungen der Klima- und Biodiversitätskrise bieten. Diese Art der Landwirtschaft trägt zum Erhalt der Artenvielfalt bei und reduziert Treibhausgase“, sagt Helmut Burtscher-Schaden, Umweltchemiker bei GLOBAL 2000 und einer der sieben Initiatoren der Bürgerinitiative: „Eine verantwortungsvolle europäische Agrarpolitik fördert daher die Weiterentwicklung agrarökologischer Methoden und unterstützt die Bauern und Bäuerinnen beim Übergang in eine pestizidfreie Zukunft."

Ein Viertel der Widtiere vom Aussterben bedroht

Internationale WissenschaftlerInnen der Welternährungsorganisation (FAO), des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) und des Weltklimarats (IPCC) fordern einhellig einen Systemwandel, um den weltweiten Zusammenbruch der Artenvielfalt zu stoppen. Ein Viertel der Wildtiere in Europa ist stark bedroht, die Hälfte unserer Ökosysteme befindet sich in einem kritischen Zustand und die Grundlage für unsere Ernährung ist in Gefahr.

Vier Millionen kleiner Höfe verschwunden

Unterdessen werden Millionen von Bauern und Bäuerinnen durch unfairen Wettbewerb und mangelnde politische Unterstützung vom Markt gedrängt. In der EU sind zwischen 2005 und 2016 vier Millionen kleinere Höfe verschwunden; eine Entwicklung, die auch in Österreich deutlich zu spüren ist: hier schließen sieben Betriebe pro Tag ihre Hoftüren.

Insekten sterben, Böden vergiften

Daniela Kohle, Bio-Bäuerin aus Buch in Vorarlberg und im Vorstand der Österreichischen Berg- und Kleinbäuerinnen Vereinigung, sieht die EBI als Chance: „Als Bauern und Bäuerinnen brauchen wir dringend diese Unterstützung für den Erhalt einer bäuerlichen und ökologisch vielfältigen Landwirtschaft. Wenn Bienen und Insekten sterben, Böden vergiftet sind und sich unser Klima immer mehr aufheizt, dann sehen wir die Ernährungssicherheit in Zukunft gefährdet. Der Ausstieg aus synthetischen Pestiziden ist ein wichtiger Schritt um eine Agrarwende zu schaffen und die Abhängigkeit von externen Inputs der bäuerlichen Betriebe endlich aufzulösen. Damit Bäuerinnen und Bauern ein gutes Einkommen haben und unsere Nachbarn ihre Hoftore wieder aufsperren!“

Der Forderungskatalog

  1. Den Ausstieg aus synthetischen Pestiziden bis 2035: Reduktion des Pestizideinsatzes um 80 % bis 2030, beginnend mit den gefährlichsten, um bis 2035 frei von synthetischen Pestiziden zu sein.
  2. Die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt: Wiederaufbau der natürlichen Ökosysteme, sodass die Landwirtschaft zu einer Quelle der Vielfalt wird.
  3. Die Unterstützung der Bauern und Bäuerinnen beim Übergang: Kleinteilige, vielfältige und nachhaltige landwirtschaftliche Strukturen und agrarökologische Anbaumethoden sollen gefördert und die Forschung zu pestizid- und gentechnikfreiem Anbau vorangetrieben werden.

Müssen Konsumverhalten ändern

„Die gegenwärtige Krise lässt sich durch einen raschen und zielgerichteten Wandel unseres Energie- und Ernährungssystems, sowie unseres Konsumverhaltens bewältigen. Mit der Bürgerinitiative „Save Bees and Farmers“ wollen wir diesen dringend notwendigen transformativen Wandel anstoßen. Dabei suchen wir den Dialog mit allen Teilen der Gesellschaft“, so Burtscher-Schaden abschließend.

Folgen Sie uns auf und diskutieren Sie mit.

Ab heute können Sie unter www.global2000.at/save-bees unterschreiben.

Autor:

Anna Richter-Trummer aus Wien

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