Unwetter in Österreich
Schäden in dreistelliger Millionenhöhe

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Die schweren Unwetter, die vor allem den Süden und Südwesten Österreichs schwer verwüstet und vermurt hatten,  sind nun zum Glück abgeklungen. Nun wird das Ausmaß des unglaublichen Schadens sichtbar: Laut ersten Schätzungen der Versicherungen bliegen die Schäden im  dreistelligen Millionenbereich.

ÖSTERREICH. „Noch ist nicht klar, wie hoch der Schaden insgesamt ausfallen wird. Aber nach ersten Schätzungen rechnen wir mit zirka 2500 Schäden und zirka fünf Millionen Euro Schadenaufwand für die Unwetter in Kärnten und Salzburg“, hieß es in einem Statement von Erwin Griesl, Leiter Schaden bei der UNIQA Österreich.

Das Bundesheer arbeitet im unwegsamen Gelände.
  • Das Bundesheer arbeitet im unwegsamen Gelände.
  • Foto: FF/Horn
  • hochgeladen von Stefan Verderber

Schäden in dreistelliger Millionenhöhe

Insgesamt rechne man für das Bundesland mit Schäden eher in dreistelliger Millionenhöhe, sagt die Kärntner Landesversicherung. Die Schäden könnten aber noch nicht endgültig beurteilt werden, es seien noch nicht alle Schadensmeldungen eingegangen, nicht zuletzt deshalb, weil die betroffenen Ortschaften teilweise noch gar nicht erreichbar seien. Besonders in Kärnten und Salzburg richteten die heftigen Niederschläge gewaltige Schäden an. In Osttirol waren diese im Privatbereich eher überschaubar, vielmehr haben hier die Wälder und die Infrastruktur stark gelitten.

Schneedruck, Vermurung und Hochwasser

Aus der Allianz Österreich hieß es, dass die Schäden in den betroffenen Gebieten vorwiegend von Schneedruck, Vermurung und Hochwasser geprägt seien. Zu diesen Unwettern und den daraus entstandenen konkreten Schäden könne man aktuell noch keine valide Einschätzung abgeben. Die Generali verwies darauf, dass schon zahlreiche Kundinnen und Kunden Schadensmeldungen eingereicht hätten, Details könne man derzeit nicht nennen. 

Bilder der Mure in Bad Kleinkirchheim.
  • Bilder der Mure in Bad Kleinkirchheim.
  • Foto: BFKDO Spittal
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

Zerstörte Wälder

In Osttirol seien vor allem Schäden an Wäldern und Infrastruktur entstanden. Die Schäden im Privatbereich seien überschaubar und vor allem durch Verschmutzungen und kaum durch Gebäudeschäden entstanden, sagte der Vorstandschef der Tiroler Versicherung, Walter Schieferer. Insgesamt seien es für die Tiroler Versicherung in Osttirol aktuell rund 20 Fälle mit einer versicherten Schadenssumme von unter 100.000 Euro.

Zunahme an Naturkatastrophen

Die Branche rechnet allgemein mit einer Zunahme von Naturkatastrophenschäden in der Zukunft, und bemüht sich bereits seit Jahren um eine Versicherungslösung für Haushalte und Unternehmen. Aus der Wiener Städtischen heißt es, dass ein Katastrophenpaket den Versicherungsschutz im Falle von Naturkatastrophen für alle Österreicher wesentlich erhöhen könnte - und das auf leistbarem Niveau. Gerhard Schöffmann, Vorstandsdirektor der Kärntner Landesversicherung, erklärte in einem übermittelten Statement: „Naturkatastrophen häufen sich in den letzten Jahren, die Deckungen beispielsweise bei Hochwasser oder Erdbeben sind allerdings sehr eingeschränkt. Eine obligatorische Pflichtversicherung würde umfassenden finanziellen Schutz bieten, die Betroffenen hätten einen echten Anspruch auf Entschädigung zum Neuwert und müssten nicht auf Hilfe aus dem Katastrophenfonds hoffen.“

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Autor:

Anna Richter-Trummer aus Wien

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