Corona-Fall im Haus Hohe Warte
Schutzmaßnahmen in allen Häusern zum Leben gestartet

Die Häuser zum Leben der Stadt Wien sind für den Ernstfall gerüstet
  • Die Häuser zum Leben der Stadt Wien sind für den Ernstfall gerüstet
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  • hochgeladen von Ernst Georg Berger

Schutz der Bewohner und Mitarbeiter steht an erster Stelle – enge Abstimmung mit Krisenstab der Stadt Wien.

WIEN. Die Häuser zum Leben der Stadt Wien sind für den Ernstfall gerüstet: „Wir haben schon mit dem Ausbruch der Infektionswelle des Corona-Virus Notfallpläne für unsere Häuser im Falle eines positiven Befunds von Mitarbeiter oder Bewohner erstellt“, erklärt die Geschäftsführerin des Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser, Gabriele Graumann.

Aufgrund einer positiv auf Covid-19 getesteten Mitarbeiterin im Haus Hohe Warte greifen die vorgesehenen Maßnahmen mit sofortiger Wirkung. „Die Sicherheit unserer Bewohner und Mitarbeiter steht an erster Stelle. Daher haben wir im Haus Hohe Warte und auch in allen anderen Häusern zum Leben sofort reagiert“, erklärt Graumann. Konkret wurden für das Haus Hohe Warte folgende Maßnahmen getroffen:

  • Eingangskontrolle wird durch qualifiziertes Personal durchgeführt (inkl. Temperaturkontrolle, auch für MitarbeiterInnen).
  • 7 BewohnerInnen, die direkten Kontakt mit der betroffenen Mitarbeiterin hatten, sind ab sofort in häuslicher Quarantäne.
  • Einrichtung eigener Quarantäneräumlichkeiten mit spezieller Betreuung für betroffene BewohnerInnen mit demenziellen Erkrankungen.
  • 21 MitarbeiterInnen, die direkten Kontakt mit der betroffenen Mitarbeiterin hatten, sind ab sofort in häuslicher Quarantäne.
  • Gastronomische Versorgung erfolgt in den eigenen Wohnungen, nicht im Speisesaal.
  • Der Zutritt für externe Personen wird auf das Notwendigste eingeschränkt.
  • Alle Veranstaltungen wurden abgesagt, Gruppenaktivitäten für BewohnerInnen finden im kleinen Rahmen statt.
  • Umfassende ärztliche Versorgung, pflegerische und betreuerische Maßnahmen sind durchgehend sichergestellt.

Vorsichtsmaßnahmen in allen 30 Häusern zum Leben

„Seit Ausbruch der Covid-19-Infektionswelle haben wir vorausschauend Maßnahmen zur Sicherheit der Bewohner und Mitarbeiter getroffen. Zum Beispiel wurden Mitarbeiter, die in Ländern mit Reisewarnung waren, prophylaktisch in häusliche Quarantäne geschickt. Wir sind in enger Abstimmung mit dem Krisenstab der Stadt und setzen alle Empfehlungen der Experten um“, erklärt Graumann. Folgende Vorsichtsmaßnahmen werden jetzt konkret umgesetzt:

  • Erhöhte Hygienestandards in allen Häusern inkl. ausreichender Versorgung mit Desinfektionsmitteln.
  • Absage sämtlicher Veranstaltungen für externe Personen.
  • Absage sämtlicher Veranstaltungen mit über 100 Personen auch für BewohnerInnen, Gruppenaktivitäten für BewohnerInnen finden im kleinen Rahmen statt.
  • Aufruf an Zu- und Angehörigen, sowie an externe Personen derzeit von Besuchen abzusehen.
  • Das Essen im Speisesaal findet in zwei Durchgängen, zeitlich gestaffelt, statt, um Ansammlungen über 100 Personen zu vermeiden.

Wichtig sei ein besonnener Umgang mit der Situation meint Gabriele Graumann.: „Die Bewohner befinden sich in einer psychischen Ausnahmesituation, daher achten wir darauf den Alltag so weit wie möglich normal zu gestalten. Dazu gehört auch das gemeinsame Essen in kleineren Gruppen."

Die Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP)

Das KWP ist österreichweit der größte Anbieter für Senioren-Betreuung. Der gemeinnützige Fonds der Stadt Wien wurde 1960 gegründet. Das KWP betreibt in Wien insgesamt 30 Häuser zum Leben mit etwa 9.000 Wohn- und Pflegeplätzen und 150 Pensionistenklubs. Um die BewohnerInnen der Pensionisten-Wohnhäuser und die Besucher der Pensionistenklubs kümmern sich über 4.400 engagierte MitarbeiterInnen.
(KWP)

Autor:

Ernst Georg Berger aus Hernals

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