Wiener Bäder
So sieht die Badesaison 2020 in Wien aus

Am 29. Mai dürfen die Wiener wieder in die Bäder. Es gelten allerdings aufgrund der Pandemie besondere Regeln.
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  • Am 29. Mai dürfen die Wiener wieder in die Bäder. Es gelten allerdings aufgrund der Pandemie besondere Regeln.
  • Foto: Gress
  • hochgeladen von Conny Sellner

Die Wiener Bäder starteten in eine ganz besondere Saison. Im Fokus steht heuer risikoloses Badevergnügen.

WIEN. Lange war nicht sicher, ob man heuer überhaupt in Wiener Bädern plantschen darf, nun öffneten am 29. Mai in Wien 17 Sommerbäder, zehn Familienbäder, die Hallenbäder Hütteldorf und Brigittenau mit Außenanlagen, sowie der Freibereich des Jörgerbades. Schwimmhallen, die für den Betrieb der Freibereiche erforderlich sind, öffneten ebenfalls am 29. Mai (Theresienbad, Hütteldorf, Brigittenau). Im nächsten Schritt wird die Öffnung des Hallenbades Floridsdorf für 16. Juni vorbereitet. Auch das Wiener Stadthallenbad und das Stadionbad öffneten am 29. Mai wieder ihre Türen. 

Alle anderen Schwimmhallen (Amalienbad, Jörgerbad sowie die übrigen Kombinationsbäder) bleiben vorerst geschlossen. Ebenfalls geschlossen bleiben bis auf weiteres die Saunabäder. „Die empfohlenen zehn Quadratmeter pro Badegast bedeuten ein bis zwei Personen pro Saunakammer. Dies ist für einen auf 100 bis 250 Gäste ausgelegten Saunabetrieb nicht umsetzbar“, so Bäderchef Hubert Teubenbacher. 

Baden ohne Risiko

Bei einem Pressegespräch im Krapfenwaldbad präsentierten Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky und der Abteilungsleiter der Wiener Bäder, Hubert Teubenbacher, Details zur Badesaison 2020.

„Mir ist wichtig, den Wienerinnen und Wienern möglichst viele Bademöglichkeiten zu bieten, ohne sie einem erhöhten Ansteckungsrisiko auszusetzen“, betont Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky. „In den letzten Wochen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bäder der Stadt Wien mit Hochdruck daran gearbeitet, dass der Badebetrieb unter den neuen Rahmenbedingungen so rasch wie möglich starten kann. Jetzt hoffen wir alle nur noch auf schönes Sommerwetter in den kommenden Wochen!“

Baderegeln während Corona

Aufgrund der Corona-Krise wird es eine besondere Badesaison mit einigen Einschränkungen: Mindestabstand, besondere Hygieneregeln sowie in gewissen Bereichen Mund-Nasen-Schutzmasken gelten auch im Badebetrieb.

Um einen risikofreien Badebetrieb zu ermöglichen und den Empfehlungen des Gesundheitsministeriums zu entsprechen, wurden ergänzende Regeln zur Badeordnung festgelegt.

  • Der Einlass ist für eine Person je zehn Quadratmeter Liegefläche gestattet.
  • Die Benützung der Schwimmbecken ist für eine Person je sechs Quadratmeter Wasserfläche gestattet.
  • Beim Einlass sowie am gesamten Badegelände ist ein Mindestabstand von einem Meter zu anderen Badegästen einzuhalten, ausgenommen sie leben im gemeinsamen Haushalt.
  •  Die Zahl der auszugebenden Umkleidekästchen werden entsprechend reduziert.
  • In Schwimmbecken ist ein Mindestabstand von ein bis zwei Metern, in Naturgewässern von drei bis vier Metern einzuhalten. 
  • Die allgemeinen Hygieneregeln sind einzuhalten, besondere Hygiene wird in Sanitärräumen und Schwimmbecken erwartet.
  • In allen Innenräumen ist eine Mund-Nasen-Schutzmaske zu tragen.
  • Das Verweilen an Einstiegen, Beckenrändern und Beckenumgängen ist nicht gestattet.
  • Ansammlungen sind zu vermeiden, ausgenommen ist ein geregeltes Anstellen an Wasserrutschen, Sprungtürmen oder Gastronomie.

Zahlreiche Hinweisschilder, Piktogramme und das Bäderpersonal werden auf die Verhaltensregeln hinweisen. Der Eintritt für Kinder unter zehn Jahren ist nur in Begleitung eines aufsichtspflichtigen Erwachsenen gestattet.

Rutschen ist möglich

Gute Nachrichten gibt es für alle, die in Bädern gerne rutschen. „Gerade in den Wiener Bädern sind die Wasserrutschen eine tolle Attraktion vor allem für Kinder“, betont Jürgen Czernohorszky. „Unsere Wasserrutschen werden mit aufbereitetem Wasser betrieben. Dadurch entfällt das für andere Rutschen notwendige 30-Sekunden-Intervall zwischen zwei rutschenden Personen. Damit ist gesichert, dass man die Wasserrutschen auch in diesem Sommer gut nutzen kann.“

Bis zu 40.000 Badegäste gleichzeitig möglich

Die Vorgabe von zehn Quadratmeter pro Badegast bedeutet eine Reduktion der Besucher auf rund ein Drittel des normalen Fassungsvermögens. Eine rasche Vollauslastung ist daher bei Badewetter durchaus möglich.

Der Eintritt ist in den 17 Sommerbädern für bis zu 40.000 Badegäste gleichzeitig möglich. Dies entspricht in etwa einem Drittel der üblichen Kapazität. Die Zutrittsmöglichkeit an den einzelnen Standorten reicht von 350 Badegästen im Sommerbad Hadersdorf-Weidlingau über z.B. 1.695 im Sommerbad Döbling, 2.630 im Strandbad Alte Donau und bis zu 13.075 im Gänsehäufel.

Die freien Badeplätze werden heuer unter www.wien.gv.at/baederampel sowie der App „Stadt Wien Live“ angezeigt. Sollte ein Bad voll sein, wird das vor Ort durch Hinweisschilder sowie die „Blaue Fahne“ angezeigt.

Keine Monats- und Saisonkarten

Monats- und Saisonkarten sind 2020 nicht erhältlich bzw. wird deren Gültigkeit ausgesetzt, da der Zutritt damit nicht garantiert werden kann. In den Eingangsbereichen werden Leitsysteme, Markierungen und gegebenenfalls Absperrungen eingerichtet.

Um eine optimale Auslastung zu erzielen, sind heuer nur Einzeltickets erhältlich. Diese sind in allen Sommer- und Familienbädern sowie im Amalienbad erhältlich. Die Eintrittskarten gelten nur für ein bestimmtes Bad und können bis zu drei Tage im Voraus erworben werden.

Billigere Eintrittspreise 

Aufgrund der Regeln und Einschränkungen werden die Eintrittspreise deutlich reduziert:

  • Kleinkinder bis 6 Jahre: unentgeltlich (Karte erforderlich)
  • Kinder 7-14 Jahre: 1 Euro
  • Jugendliche 15-18 Jahre, SeniorInnen ab 63 Jahre, Ermäßigt und Saisongäste: 2 Euro
  • Erwachsene: 3 Euro 

Volleyball, Tennis und Fußball

Für Spiel- und Sportplätze gelten die jeweils gesonderten gesetzlichen Bestimmungen: Spielplätze sind geöffnet, Volleyball, Tennis und Tischtennis sind – mit Abstand – erlaubt. Im Strandbad Alte Donau wurde ein zweiter Beach-Volleyball-Platz errichtet.

Fußballspielen ist noch nicht gestattet, Fußballplätze werden nun bei Bedarf zu Liegeflächen umgewidmet. Für Gastronomie- und Freizeitbetriebe gelten die aktuellen rechtlichen Bestimmungen und Empfehlungen.

Badesaison bis 20. September

Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben mussten zahlreiche Veranstaltungen abgesagt werden. Kinderclubs finden nur in größeren Sommerbädern statt. Die Wassergymnastik startet frühestens wieder im Oktober 2020 in den Hallenbädern der Stadt.

Die Badesaison endet am 20. September. Weitere Infos gibt es unter www.wien.gv.at/baeder oder unter der Bäder-Info-Nummer 01/ 60112 8044.

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